Mobiler Aussichtssturm „City-Skyliner“ in Trier eröffnet: Blick auf die Stadt aus 81 Metern Höhe

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Der höchste mobile Aussichtsturm der Welt steht bis 6. Oktober an der Konstantin-Basilika. Der Trierische Volksfreund war bei der ersten Fahrt dabei.

81 Meter können ganz schön hoch sein. Beim Anblick des weißen Monsters aus Stahl, das in den vergangenen Tagen auf dem Parkplatz neben der Konstantin-Basilika aufgebaut worden ist, lassen sich diese Gedanken nicht vermeiden. Ob dabei die Furcht vor der Höhe oder die Vorfreude auf eine fast grenzenlose Weitsicht über die Dächer der Stadt überwiegen, wird jeder für sich entscheiden müssen.

„Unser City-Skyliner ist auch für Menschen mit ein wenig Höhenangst kein Problem“, verspricht Thomas Schneider. Der Geschäftsführer des seit Juli 2013 durch europäische Großstädte tourenden größten mobilen Aussichtsturms der Welt verspricht eine Kombination aus genießen, schweben, lauschen und sehen. Dank der umlaufenden Bank, die 1,5 Meter von den abgerundeten Panoramascheiben des 60 Personen fassenden Rondells entfernt zum Sitzen einlädt, könnten auch ängstliche Zeitgenossen die neunminütige Fahrt und den Blick in die Ferne genießen.

Bei der ersten offiziellen Tour sind am Freitagvormittag geladene Gäste und Journalisten dabei. Aber auch einige Anwohner freuen sich auf das Erlebnis eines langsam rotierenden Höhenflugs in der 40 Tonnen schweren Anlage. Edith Schmelzer ist eine davon. „Ich habe in den vergangenen Tagen von meinem Fenster aus den Aufbau verfolgt“, erzählt die 79-Jährige. „Das war sehr spannend. Als ich heute früh spontan hergekommen bin, habe ich mich gefreut, dass ich eingeladen worden bin mitzufahren.“ Nun sitzt die Dame, neben sich den Rollator geparkt, in der weißen Gondel und freut sich über das, was sie geboten bekommt: fast grenzenlose Weitsicht über die Stadt. „Das ist mehr als beeindruckend“, sagt sie. „Mir fehlen die Worte. Trier ist so grün!“

Eine Fahrt im City-Skyliner Trier

Mit an Bord sind auch Dezernent Thomas Schmitt und ttm-Chef Norbert Käthler, die das Gastspiel des Skyliners eingefädelt und mit organisiert haben. „In Trier wollen wir immer hoch hinaus, das gilt hier im wörtlichen Sinne“, scherzt der Dezernent, dem, ebenso wie den Vertretern der Trierer Stadtratsfraktionen, die achtstündige Sitzung des Vorabends noch anzumerken ist. Dass der mobile Aussichtsturm sogar sechs Meter mehr aufweist als der höchste Turm des Doms, weiß Chef-Touristiker Norbert Käthler. Der erwartet besonders einen positiven Effekt für das Stadtmarketing, das von Geschichten, Bildern und Emotionen lebe. „All das wird hier wunderbar geboten. Die Fotos der Besucher in den sozialen Netzwerken werden nachhaltige Werbung für die Stadt Trier sein.“

Pamoramascheiben ermöglichen den freien Blick, zum Beispiel auf den Palastgarten und die Konstantin-Basilika. Foto: Rainer Neubert

Wie gut das funktioniert, haben die Gastspiele des Skyliners in Luxemburg, Hamburg, Brüssel, Stockholm oder Wien gezeigt. Wie dort, werden auch in Trier in der klimatisierten und mit einem hochwertigem Soundsystem ausgestatteten Kabine die Geschichten der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt erklärt. Besondere Veranstaltungen wie Sky-Frühstücke oder Cello-Konzerte am Abend des 1. Oktober sollen zusätzlich Gäste locken. Dass die Mundpropaganda für die Fahrt auf den Weltrekord-Turm funktionieren wird, steht bereits nach der Premiere außer Frage. „Es war toll“, lobt auch Anwohnerin Edith Schmelzer. „So habe ich Trier noch nicht gesehen.“

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