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Modenschau der Trierer Berufsschüler: Traumhaftes fürs Auge und den Magen

Mode : Modenschau der Berufsschüler: Traumhaftes fürs Auge und den Magen

Viel Beifall haben die Schüler der Berufsfachschule für Modedesign bei ihrer Laufsteg-Schau in der BBS-Aula in Trier erhalten. Die Talente sorgten dort nicht nur für modische Aha-Momente. Das Programm hatte einiges mehr zu bieten.

Frühlingshafte Farben, asiatische Muster und Mäntel mit einem Hauch Sechziger Jahre: Schülerinnen und Schüler der Höheren Berufsfachschule für Textil und Modedesign und die Bezirksklassen Textil und Bekleidung haben in der BBS-Aula ihre modischen Kreationen auf dem Laufsteg präsentiert. „Dreams come true“ lautete das Motto, das sich in insgesamt 17 Themenbildern widerspiegelte.   Vor allem die Kleider aus Folien und transparenten Stoffen, die unter Zuhilfenahme von Lichterketten ein eindrucksvolles Schauspiel ergaben, begeisterten die knapp 350 Zuschauer.

Die Bühne in der Aula der BBS Wirtschaft gehörte an diesem Abend eindeutig den  Schülerinnen und Schülern. Die 16- bis 24-Jährigen erwiesen sich als Multitalente: Die Kleidung wurde von ihnen designt, geschneidert und vorgeführt. Selbst die Moderation ließen sie sich nicht nehmen. Charmant und professionell eröffneten Viona Vokou, Rose Hoffmann und Kathi Meehan die Modenschau. „Kein Applaus während der Musik, damit die jungen Models nicht aus dem Takt kommen“, war ihre Bitte – doch diese Gefahr bestand nicht. Souverän und mit ernsten Gesichtern schritten die Modelle über den Laufsteg. Auch der Unterhaltungsteil wurde von  den jungen Designern bestritten: Teilnehmer des integrativen Berufsvorbereitungsjahres brachten ein Gesangsstück auf die Bühne. Selbst das Catering, das keine kulinarischen Wünsche offenließ, kam aus der Hand von Schülern: Die Höhere Berufsfachschule Hauswirtschaft sorgte während der Pause für kleine Köstlichkeiten, die großen Absatz fanden. Krabbencocktail auf Avocadobrot, Käse-Windbeutel mit süß-saurer Soße und Apfel-Amarettini-Muffins lockten die Zuschauer – vor allem Verwandte und Freunde der Schülerinnen und Schüler – an die Verkaufstheken.

Über ihre berufliche Zukunft sind sich einige der 64 Nachwuchsdesigner  noch nicht sicher. Nach Abschluss der Schule können sie sich „staatlich geprüfte Assistent/in für Textil- und Modedesign“ nennen. Lisa Langer aus Kenn, nach eigenen Angaben mit 24 Jahren die älteste Schülerin, will im Rahmen ihrer Ausbildung das Fachabitur erlangen und im Anschluss Modedesign an der Hochschule Trier studieren. Doreen Stüber (22) aus Simmern hatte insgesamt vier Teile für die Modenschau genäht und vorgeführt. „Ich entwerfe gern neue Kleider, und das Modeln macht mir Spaß“, erzählte sie. Unterstützung hatte sie – wie viele an diesem Abend – von ihrer Familie: „Meine Mutter, mein Vater und meine Oma sind dabei“, sagte sie strahlend, und die Nervosität vor dem großen Auftritt auf dem Laufsteg war verschwunden.