"monte petris" meldet Insolvenz an

"monte petris" meldet Insolvenz an

TRIER. Das am 19. Mai eröffnete Lokal "monte petris" hat vorläufige Insolvenz angemeldet. Der Betrieb soll in den nächsten drei Monaten normal weiter laufen. Als Grund für die Insolvenz werden Liquiditäts-Engpässe genannt, außerdem gibt es im Bezug auf die Monate Juni und Juli harte Kritik an Service und Qualität.

"Wir haben lange gezögert, und die Konzepte vieler Gastronomen abgelehnt, die sich zusätzlich zum Naunheim's im Sattelpark auf dem Petrisberg niederlassen wollten", erklärt Jan Eitel, Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft Petrisberg (EGP), im Gespräch mit dem TV. Es sei einfach kein Konzept dabei gewesen, "das uns überzeugt hat" - bis der Diplom-Psychologe Walter Quast kam und seine Pläne für eine aus Restaurant, Café und zwei großen Lounges bestehende Kombination vorlegte."Anfangs ein Riesenerfolg"

"Dieses Konzept hat uns wirklich begeistert", so Eitel. Mediterranes Flair, dazu ein toller Biergarten - das "monte petris" wurde nach der Eröffnung im Mai schnell zum Sammelpunkt von vielen der 500 Mitarbeiter von den 74 auf dem Petrisberg angesiedelten Unternehmen. "Man musste anfangs reservieren, um mittags noch einen Platz zu finden", erklärt der EGP-Geschäftsführer. Und das bei 120 Plätzen allein im Innenbereich. "Es war wirklich ein Riesenerfolg." Und von diesem sei der Betreiber, so Eitels Einschätzung, "überrannt worden". Das Team sei überfordert gewesen und habe Fehler gemacht. Die Folgen: lange Wartezeiten, unfreundliches Personal, schlechter Service. "Das alles waren Anfängerfehler", betont Jan Eitel. "Man hat diese Fehler allerdings erkannt und darauf reagiert." Nach personellen Veränderungen wollte das "monte petris" zum 1. August einen Neustart versuchen. Die Qualität sei tatsächlich spürbar besser geworden. Das Wetter bedauerlicherweise nicht. Der verregnete August und der im Juni und Juli erarbeitete schlechte Ruf brachten das Lokal in die Problemzone. Jan Eitel steht weiterhin hinter dem Konzept. "Diese Einrichtung hat eine zweite Chance wirklich verdient. Ich hoffe sehr, dass es dauerhaft weiter geht." Der TV sprach mit Insolvenzverwalter Jörg Wunderlich, der eine wichtige Frage bereits geklärt hat. "Die 37 Mitarbeiter erhalten sofort ihre noch ausstehenden August-Gehälter." Generell werde geprüft, "ob eine Fortsetzung wirtschaftlich möglich und sinnvoll ist". Gespräche mit der Geschäftsleitung und die Analyse des vorhandenen Zahlenmaterials sollen diese Frage klären. Nadja Stöbe, Betriebsleiterin des "monte petris", war nicht zu einer Stellungnahme bereit.