Mosel-Hochwald-Radweg erscheint zu teuer

Mosel-Hochwald-Radweg erscheint zu teuer

Scheitert der geplante Verbindungsradweg vom Moseltal zum Ruwertal an den Kosten? Eine geschätzte Summe von 2,9 Millionen Euro erscheint dem Haupt- und Finanzausschuss der Verbandsgemeinde (VG) Ruwer jedenfalls zu hoch.

Waldrach. (anf/f.k.) Auf der Wunschliste der Verbandsgemeinden Ruwer und Schweich steht ein Lückenschluss zwischen dem Ruwer-Hochwald-Radweg und dem Moselradweg. Das gemeinsame Projekt soll von Waldrach her über Osburg, Farschweiler, Lorscheid und Fell hinunter an den Moselradweg bei Longuich führen.

Als aber in der jüngsten Sitzung des VG-Haupt- und Finanzausschusses eine erste Kostenkalkulation auf den Tisch kam, stellte sich Ernüchterung ein. Nach den Berechnungen kämen allein auf die VG Ruwer geschätzte Kosten in Höhe von 2,9 Millionen Euro zu. Dazu der einhellige Tenor im Ausschuss: "Das steht in keinem Verhältnis mehr und ist schlicht zu teuer." Im Gespräch mit dem TV verdeutlichte Bürgermeister Bernhard Busch nochmals dieses Missverhältnis: "Die VG Ruwer hatte sich seinerzeit mit 500 000 Euro am Ruwer-Hochwald-Radweg beteiligt. Dem stehen nun 2,9 Millionen für diese Querverbindung gegenüber."

Um wenigstens die Zuschussmöglichkeiten für das Projekt auszuloten wurde beschlossen, zunächst eine Fördervoranfrage beim Land zu stellen. Außerdem sollen die Kosten zum Bau einer weiteren (Wanderweg-)Traumschleife zwischen Korlingen und Schöndorf geprüft werden.

Der erforderlichen Ersatzbeschaffungen eines Unimogs, eines Radladers und zweier Streuautomaten für den Winterdienst wurde einstimmig zugestimmt. Die Kosten hierfür betragen insgesamt rund 160 000 Euro. Extra Auch bei der Verbandsgemeinde (VG) Schweich liegt das Radweg-Projekt noch in weiter Ferne. Bürgermeister Berthold Biwer betont das grundsätzliche Interesse der VG Schweich an dieser Verbindung. Es gebe einen entsprechenden Grundsatzbeschluss, die Kostenermittlung sei noch nicht abgeschlossen. Vor die politischen Gremien komme das Projekt aber erst, wenn die Frage der Förderung geklärt sei. Denkbar sei vielleicht auch, das Projekt zeitlich zu strecken. Jedenfalls rechnet Biwer auch für den Abschnitt auf dem Gebiet seiner VG mit einem "saftigen Betrag".

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