MOSELAUFSTIEG

Zum Bericht "Es gibt keine Alternative" (TV vom 19. April):

Meinung

Ein Narrenstück wie am Nürburgring
Diese ganze Diskussion um den Moselaufstieg ist einfach lächerlich. Der Plan gehört endgültig ins Archiv. Wenn überhaupt, dann ausgerechnet an der breitesten Stelle die Mosel zu queren, dann zig unnütze Kilometer erhaltenswerte Landschaft/Wald zu zerpflügen: Auf so etwas kommen nur Egoisten. Die "einzig realistische, noch dazu günstigste und effektivste" Lösung ist dieser Moselaufstieg an genau dieser Stelle mit 100-prozentiger Sicherheit nicht. Die einzig machbare Trasse, noch dazu die kürzeste und umweltschonendste, ist ein Autobahnaufstieg zwischen Wasserliesch und Oberbillig in Richtung Liersberg. Nötig ist dieser Moselaufstieg gar nicht. Immerhin gibt es einen Autobahnaufstieg bei Wasserbillig. Die meisten Fahrer nutzen den Aufstieg vor Grevenmacher. Um Konz und dem Umland einschließlich Saarland einen Umweg über Trier/Adenauer-Brücke zu ersparen, sollte bei Wasserliesch an der schmalsten Stelle eine Brücke gebaut werden, um ans hiesige Moselufer zu gelangen und den Luxemburger Autobahnaufstieg zu nutzen. Es gibt kaum einen Luxemburg-Pendler, der den Moselaufstieg unterstützt und für gut befindet. Aber um die, die es täglich auf dem Hin- und Rückweg zur Arbeit betrifft, geht es anscheinend hier sowieso nicht, sondern nur um einige wenige, ein bisschen LKW-Verkehr und einige Urlauber, die nach Norden fahren möchten. Es werden auch nur Gegner aus Igel und Befürworter aus Trierweiler genannt. Auch wir Zewener sind überwiegend gegen einen Moselaufstieg. Es würde eine wunderschöne Landschaft mit viel Wald unwiederbringlich zerstört. Es würde mehr Lärm und keine Verkehrsentlastung für Igel und Zewen geben. Noch dazu ist das Projekt, wenn es wirklich irgendwann an der momentan geplanten Stelle gebaut werden sollte, viel zu teuer. Ein Narrenstück, gleich dem am Nürburgring. TV-Redakteur Albert Follmann sollte sich, wenn er schon keine Ahnung hat, mit seinen provokanten Äußerungen zurückhalten oder vielleicht besser zu einer Boulevardzeitung wechseln. Liane Ackermann, Trier-Zewen