Motivation für Müde

Die Trommler werden ihn weiter treiben, wenn er müde ist, ist sich der sehbehinderte Läufer Horst Ewen sicher. Aber nicht nur ihn werden die Trommler- und Cheerleadergruppen der Lebenshilfe Trier am Sonntag motivieren.

Trier/Serrig. Wer die Läufer motiviert, wird durch seine Anstrengung selbst motiviert. "Wenn man selbst läuft, weiß man, wie das ist, wenn man angefeuert wird. Es läuft sich einfach leichter", sagt Ruth Seer. Die Leiterin der Laufgruppen am Hofgut Serrig (einer Abteilung der Lebenshilfe Trier, die sich um geistig behinderte Menschen kümmert) kennt den Schub, den applaudierende Zuschauer geben können. "Da wir Tanzen und Trommeln im begleitenden Dienst anbieten, war es klar, dass wir so etwas beim Stadtlauf machen", erklärt Seer. "Für die Leute in den Trommel- und Tanz-Gruppen ist das was ganz Neues", erklärt sie. Vier Trommel- und eine Cheerleadergruppe der Organisation, insgesamt mehr als 70 Personen, werden am Sonntag beim Stadtlauf-Jubiläum für Stimmung sorgen. "Seit Anfang des Jahres üben wir", verrät Rainer Kirsche. Der junge Mann ist Mitglied einer Trommlergruppe. "Man musste erst einmal reinkommen in den Takt", erzählt Thomas Kaufmann vom Beginn der Übungsphase."Wir feuern zwar alle an, legen aber natürlich ein besonderes Augenmerk auf unsere Kollegen", sagt Petra Hoffmann. Die Lebenshilfe Trier ist beim Stadtlauf mit mehreren Handicap-Laufgruppen und beim Volksbank-Firmenlauf vertreten. Hoffmann setzt darauf, dass sich weitere Zuschauer begeistern lassen, die Läufer anzufeuern. Deshalb wird da, wo die Lebenshilfe-Trommler stehen das nötige "Handwerkszeug", beispielsweise Rasseln und Konfetti, verkauft. Im Zielbereich an der Porta Nigra werden zudem Bilder von Lebenshilfe-Künstlern angeboten. Und natürlich kann die karitative Arbeit mit Spenden unterstützt werden. Das tun zum einen die Läufer, die ein sogenanntes "Spendentor" laufen. Jeder kann aber auch auf das Konto 919 241 bei der Sparkasse Trier (BLZ 585 501 30) unter dem Kennwort "laufend integrieren" spenden.