Mubarak, Wasser und die arabische Welt

Mubarak, Wasser und die arabische Welt

In drei Vorträgen beschäftigen sich renommierte Wissenschaftler mit dem Thema "Der Orient im Wandel". Dazu lädt die geografische Gesellschaft Trier in die Universität ein.

Trier. Den Auftakt zur neuen Reihe macht Professor Dr. Fouad Ibrahim (Universität Bayreuth) über das Thema "Ägypten nach dem Sturz Mubaraks und die Lage der koptischen Minderheit". Sein Vortrag findet am Donnerstag, 27. Oktober, statt. Der Referent, der die Ereignisse hautnah miterlebte, geht folgendem Sachverhalt nach: Als am 11. Februar 2011 der ägyptische Staatspräsident nach 30-jähriger diktatorischer Herrschaft aus dem Amt gedrängt wurde, jubelte die westliche Welt. Doch was geschah im Vorfeld der Revolution? Welche Kräfte trieben sie voran?
Dr. Ala Al-Hamarneh (Universität Mainz) hält ein Referat zu "Quo vadis arabische Welt? - Revolutionen und Reformen auf dem langen Weg zur Demokratie" am Donnerstag, 10. November. Die Ereignisse in Nordafrika haben die politische Welt überrascht. Die Faszination, die von den Protesten ausgeht, ist in den Medien zu verfolgen. Doch der schnelle Umbruch und die Veränderungen hinterlassen viele Fragen: Welche Ziele verfolgen die unterschiedlichen politischen Akteure? Welche reale Chance hat eine demokratische Wende? Wie verändert sich die geopolitische Lage im Nahen Osten und Mittelmeerraum? Dr. Al-Hamarneh vom Zentrum für Forschung zur arabischen Welt (ZEFAW) am Geographischen Institut der Universität Mainz erläutert seine Einschätzungen der Situation.
Professor Dr. Nikolaus J. Kuhn (Universität Basel) macht sich Gedanken zu "Wasser in Palästina: Was wir von den Nabatäern lernen können" am Donnerstag, 1. Dezember. Kuhn stellt die Wasserbewirtschaftung der Nabbatäer dar und schildert detailliert die Forschung in der Negevwüste durch die Universität Basel in Zusammenarbeit mit Partnern aus Israel und Deutschland.
Alle Vorträge finden um 18.15 Uhr im Geocampus der Universität, Hörsaal 13, statt. Der Eintritt ist frei. red

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