Mühle, Villa und Wein

TRIER-RUWER. (woc) Kein historisches Foto, sondern ein historisches Gemälde stellen wir diesmal in unserer Serie "Stadtgeschichten" vor.

Das impressionistische Gemälde in sanften Gelb-, Grün- und Blautönen zeigt den Blick auf Trier-Ruwer im vierten Jahrhundert nach Christus. Der Ruwerer Maler Uwe Jönson hat die Szene "Klarer Novembertag" getauft. Das Aquarell zeigt eine Mühle, die vermutlich zur damaligen Zeit, 380 nach Christus, an der Ruwer stand. Die Existenz der römischen Villa auf dem Hügel rechts davon beweisen archäologische Funde. Das Schiff, das auf der Mosel fährt, ist den römischen Weinschiffen nachempfunden, von denen historische Steinnachbildungen künden. Dort, wo heute die Ruwerer Kirche steht, hat Jönson ein römisches Grabmal platziert. "Kirchen wurden oft auf den Grundmauern römischer Grabmäler gebaut", begründet der Maler, der viele historische Gemälde geschaffen hat. Doch die Szene aus dem römischen Leben an der Mosel gründet nicht alleine auf Annahmen Jönsons: Etliche Gespräche mit Mitarbeitern des Rheinischen Landesmuseums bildeten die archäologische Grundlage für den Rekonstruktionsversuch.

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