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Müll, Wilderei und illegales Schwimmen im Silbersee Hockweiler

Vandalismus : Müll, Wilderei und illegales Schwimmen im Silbersee

Die Gemeinde Hockweiler wehrt sich gegen Vandalismus an der verpachteten und eingezäunten Anlage.

Uwe Seher schlägt Alarm wegen der Zustände am sogenannten Silbersee in Hockweiler. Der Ortsbürgermeister schreibt in einer Mitteilung: „Leider ist es in letzter Zeit immer wieder zu Übertritten gegenüber dem Pächter des Silbersees als auch im direkten Umfeld der Anlage gekommen. Der Zaun um den See wurde überstiegen, es wurde Fischwilderei betrieben, und der See wurde unrechtmäßig zum Baden genutzt.“

Im Umfeld habe immer wieder Unrat und geborstenes Glas gelegen. Zudem hätten dort offenbar Menschen ihre Notdurft verrichtet. „Wer Glasflaschen mutwillig zerschlägt, nimmt Verletzungsgefahren für alle Naturfreunde in Seenähe billigend in Kauf“, klagt Seher. Die Ortsgemeinde unterstützte den Pächter bei der Sicherung gegen Rechtsbruch und werde gegen die Verursacher auch strafrechtlich vorgehen.

An dem idyllisch gelegenen Gewässer führten die Karl-May-Freunde Pluwig, damals noch unter dem Namen Karl-May-Freunde Hockweiler, 2001 das Stück „Der Schatz im Silbersee“ auf. Die Ortsgemeinde hat den See per Vertrag verpachtet. Der Pächter nutzt ihn für Fische, Tauchsport und Freizeit.

„Dem Pächter steht das Eigentumsrecht zu. Dieses hat er durch eine Einzäunung des Geländes deutlich sichtbar gemacht“, stellt Uwe Seher fest. Der Pächter habe sich nachvollziehbar bei der Ortsgemeinde beschwert, dass Dritte seine Rechte verletzten.

Der Silbersee hat keinen natürlichen Zufluss, sondern wird ausschließlich durch Grund- und Niederschlagswasser gespeist. Er gilt laut Seher als ein sehr labiles und somit schützenswertes Ökosystem.

Die Pächtergemeinschaft unternehme seit mehr als zehn Jahren den Schutz und die Pflege des Sees. Dies sei sowohl mit persönlichem als auch finanziellem Einsatz verbunden. Die Ortsgemeinde Hockweiler unterstützte den Pächter in seinem Engagement.

Ortsbürgermeister Seher appelliert an die Öffentlichkeit: „Ich bitte darum, die  Eigentumsrechte zu respektieren und mir ein Zuwiderhandeln zu melden. Ich habe nur dann die Möglichkeit, mit den beteiligten Akteuren (Pächter, Gemeinde, Ordnungsamt, Polizei) zu kommunizieren.“