Mundartabend im Pfarrheim

Schweich. (red) "Mir sen och noch dao", unter diesem Motto lädt der Heimat- und Verkehrsverein Schweich (HVV) für Sonntag, 17. Oktober, 19.30 Uhr, zum 19. Mundartabend ins Katholische Pfarrheim, direkt neben der Kirche, ein. Der luxemburgische Heimatdichter Emil Angel und die Eifeler Mundartsängerin Sylvia Nels werden mit Gastbeiträgen zu hören sein.

Seit 1988 sorgt der HVV so dafür, dass das Schweicher Dialekt nicht in Vergessenheit gerät. Besondere Zielgruppe sind junge Leute, die ihre Wurzeln in der Region haben und interessierte Neubürger.

Selbst der berühmteste Sohn von Schweich, Stefan Andres, sprach es. "Da siehste, dat is unser neu Heimat." Diese Worte sagte dessen Vater zu seinem vierjährigen Sohn Stefan, als er von Dhron kommend, zum ersten Mal auf der Moselbrücke vor dem Dorf Schweich stand. Aus dem kleinen Stefan Andres, der in Schweich seine Jugend verbrachte, wurde schließlich ein weltbekannter Dichter. Später, wenn Stefan Andres in Schweich seine Freunde besuchte, sprach er nur sein moselfränkisches Dialekt.

Der moselfränkische Sprachraum umfasst große Teile von Mosel, Eifel, Hunsrück, dem nördlichen Saarland und Luxemburg.