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Maske empfohlen: Mundschutz tragen - Geschützt in den Laden und in den Bus

Maske empfohlen : Mundschutz tragen - Geschützt in den Laden und in den Bus

Ob im Geschäft oder im Bus – die Empfehlung von Bund und Ländern lautet: Mundschutz tragen. Woher man ihn bekommt, und was dabei zu beachten ist.

Eine Pflicht zum Mundschutz tragen gibt es zwar nicht. Doch da ab Montag, 20. April, einkaufen in vielen Geschäften wieder möglich ist und wieder mehr Menschen miteinander in Kontakt kommen, ist empfohlen, in Bussen und Geschäften eine Maske über Mund und Nase zu tragen. Da im Handel kaum noch Atemschutzmasken erhältlich sind, nähen verschiedene Institutionen, Schneider und Privatmenschen Mund-und-Nasenschutze selbst.

Um die Trierer Busfahrer zu schützen, die ab Montag wieder häufiger fahren, hat Oberbürgermeister Wolfram Leibe die ersten 50 von insgesamt 250 Mundschutzen überreicht. Angefertigt haben sie Schneider der Kostümabteilung des Trierer Theaters.

Für Mitarbeiter in Altenheimen und Pflegediensten setzen sich derzeit Studierende und Lehrbeauftragte in der Fachrichtung Modedesign der Hochschule Trier an die Nähmaschinen (der TV berichtete). Sie wollen zunächst 500 Masken für den guten Zweck herstellen und an bedürftige Einrichtungen verteilen. Später, so heißt es von der Hochschule, wolle man Mundschutze auch an Privatmenschen abgeben.

Mund-und-Nasenschutz zu nähen, das war für das Team des Ateliershops Fräulein Prusselise in der Trierer Neustraße zuletzt „quasi ein Rettungsanker“, sagt Geschäftsführerin Julia Schwab. Wegen der Corona-Pandemie war das Geschäft wochenlang für den Publikumsverkehr geschlossen, kann dank der jüngst beschlossenen Lockerungen ab Montag aber wieder öffnen. Mit dem Anfertigen von Schutzmasken sei die Schneiderin bisher „gut beschäftigt“ gewesen. Das Material dafür sei allerdings rar, stellt Schwab fest. Vor allem die Gummibänder, mit denen die Stoffmasken an den Ohren befestigt werden, seien derzeit ihrem Eindruck nach „in ganz Trier ausverkauft“.

In ihrem Shop vor Ort und auch online könne sie den Schutz zwar nicht in großen Mengen anbieten, sagt die Designerin. „Aber viele Menschen können ja nicht selbst nähen, die nehmen unser Angebot gern an.“ Die Baumwollmasken gibt es in vielen Farben und Mustern.

Auch in der Änderungsschneiderei Ecem in Trier-Süd ist Inhaber Mehmet Ece dazu übergegangen, Mundschutze zu nähen. „Als Handwerker dürfen wir arbeiten, aber es ist keine Kundschaft gekommen“, sagt Ece. Deshalb sei die Änderungsschneiderei zwischenzeitlich geschlossen geblieben. „Aber dann haben sich Kunden gemeldet und nachgefragt, ob wir Nasen-und-Mundschutze nähen können“, sagt er. Daraufhin habe er die ersten Modelle angefertigt, die er in seinem Laden in der Saarstraße verkauft. Inzwischen hätten auch verschiedene Geschäfte angefragt, die Stoffmasken für ihre Mitarbeiter bräuchten.

Das ist zu beachten, wenn Sie einen Mund-und-Nasenschutz selbst nähen und verwenden:

Das Robert Koch-Institut empfiehlt, zum Nähen von Mund-und-Nasenschutzen fest gewebte Baumwollstoffe zu verwenden, die bei mindestens 60 Grad waschbar sind. Die Masken sollten täglich bei mindestens 60 Grad gewaschen und vollständig getrocknet werden. Wer Symptome wie Schnupfen und Husten aufweist, sollte seine Maske alle zwei Stunden wechseln.

Beim Auf- und Absetzen der Maske ist darauf zu achten, die Innenseite des Stoffteils, der Mund und Nase bedeckt, nicht mit den Händen zu berühren, um eine Kontamination zu verhindern. Die Maske sollte an Nase, Mund und Wangen richtig sitzen und die Ränder möglichst eng anliegen, damit dort so wenig Luft wie möglich durchkommt.

Solche Mundschutze sind aber kein Ersatz  für Schutzmaßnahmen wie Sicherheitsabstand von mindestens 1,50 Meter, Isolation von Kranken und regelmäßiges Händewaschen.