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Musical „Bibi Blocksberg“ in der Europahalle Trier

Theater : Ein zauberhaftes Mitmach-Stück sorgt für Spaß bei Kindern und Eltern

Das Cocomico-Theater zeigte am Samstag in der Trierer Europahalle das Mitmach-Musical „Bibi Blocksberg: Alles wie verhext!“. Bei dieser mitreißenden Inszenierung konnten besonders die jüngsten Zuschauer aktiv selbst auf die Aufführung einwirken. Wird es Bibi und ihren vielen Trierer Helfern an diesem „verhexten“ Tag gelingen, das Walpurgisnachtfeuer wie vorgesehen zu entzünden?

„Total verhext“ war die Trierer Europahalle am Samstagnachmittag, als das Kölner Cocomico-Theater sein Mitmach-Musical „Bibi Blocksberg: Alles wie verhext!“ aufführte. Ursprünglich sollte es bereits vor einem Jahr in Trier zu sehen sein, doch pandemie­bedingt fand die Veranstaltung erst jetzt statt. Viele kleine Hexen und Zauberer aus Trier und der Umgebung ließen sich das Spektakel nicht entgehen, handelt es sich doch um ein Familien-Musical, bei dem Mitmachen dringend erwünscht ist – gerne verkleidet.

Produzent und Autor Marcell Gödde präsentierte bereits vier erfolgreiche Bibi-Blocksberg-Musicals, die 1,2 Millionen Zuschauer in über 1350 Aufführungen sahen. Die Handlung ist schnell erzählt: Es gibt Tage, da läuft einfach „alles wie verhext“. Einen solchen Tag erwischt auch die kleine Hexe Bibi Blocksberg. Schon morgens steht sie mit dem falschen Fuß auf. Zu Hause gibt es ein riesiges Durcheinander, und auch in der Schule läuft an diesem Tag so einiges schief. Alle ihre Abenteuer sind von einer gewissen Tollpatschig­keit geprägt. So bedarf es denn auch der Mit­hilfe der Zauberer aus dem Publikum, um am Ende in der Walpurgis­nacht das große Hexen­feuer auf dem Blocks­berg zu entfachen.

 Stefan und Anna Steils und ihre dreijährige Tochter Clara .
Stefan und Anna Steils und ihre dreijährige Tochter Clara . Foto: Andreas Sommer

Elfie Donnelly erschuf 1980 die Figur Bibi Blocksberg, und so erinnern sich viele heute Erwachsene gerne an die lustigen Geschichten der kleinen frechen Hexe, mit der sie ihre eigene Kindheit verbinden.

Anna und Stefan Steils besuchten mit Tochter Clara (3) das Musical. Sie hatten sich zu Weihnachten einen Familientag bei dem Musical geschenkt, um einfach mal ein bisschen Zeit miteinander zu verbringen. Die Hexen­geschichten kennen sie noch aus ihrer eigenen Kindheit. Und so war der Entschluss schnell gefasst, die musikalische Märchenwelt der Bibi Blocksberg auch ihrer Tochter etwas näherzubringen. Wie Familie Steils erging es auch Sandra Fuchs und ihrer Tochter. Auch sie kennt Bibis Abenteuer von früher. „Es sind auch viele Kindheits­erinnerungen bei mir mit unserem heutigen Besuch hier verbunden. Da freut sich nicht nur meine Tochter“, sagt Fuchs. Tochter Sulvaria ist schon voller Vorfreude, als sie mit ihrer Mutter in der Schlange am Eingang zur Europahalle steht. Sie ist fest entschlossen, Bibi Blocksberg mit aller Zauberkraft zu unterstützen. Stefanie Peifer aus Trier besucht das Musical mit ihren beiden Nichten. „Wir sind heute dabei, weil die Kinder gerne Musicals mögen und sich auch schon sehr auf Bibi Blocksberg freuen. Sie spielen gerne Hexe und sprechen auch die Texte von Bibi in ihren Spielen nach. Als Kind habe ich auch selbst gerne Bibi-Blocksberg-Geschichten gehört.“ Nichte Nuria freut sich jedenfalls schon mächtig auf das, was gleich auf der Bühne zu sehen sein wird. Ob sie selbst zum Zauberstab greifen wird, um zu helfen, weiß sie allerdings noch nicht so genau.

  300 große und kleine Zauberer verfolgten die Aufführung von   „Alles wie verhext!“   in der Trierer Europahalle.
300 große und kleine Zauberer verfolgten die Aufführung von  „Alles wie verhext!“ in der Trierer Europahalle. Foto: Andreas Sommer

Wie man Zaubern lernen kann, schauten sich die kleinen Trierer Hexenfans im Saal dann in der zweistündigen Aufführung persönlich an. Am liebsten fliegt Bibi unbeschwert auf ihrem Hexenbesen namens Kartoffelbrei durch die Luft. Dabei geht immer wieder mal etwas schief, und sie gerät in Schwierigkeiten. Zum Glück kann ihr ihre Mutter Barbara stets aus der Patsche helfen, denn sie ist ebenso eine Hexe. Vater Bernhard kann aber nicht hexen. Er darf als Mann auch nicht mit auf den Blocksberg, um in der Walpurgisnacht das Feuer mit zu entzünden. Eine Verkleidung soll helfen, doch der Schwindel fliegt auf. Nur ein glücklicher Zufall und jede Menge Hexerei lassen am Ende alles gut ausgehen. So lässt sich mit Recht behaupten: Das war ein echt „hexischer“ Spaß für die ganze Familie.

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