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Musikalische Reise an die Sonne

Musikalische Reise an die Sonne

Kinder von suchtkranken Eltern können das Gefühl haben, dass die Sonne für sie gar nicht mehr scheint. Die Fachstelle Lichtblick des Kinderschutzbunds versucht, hier zu helfen. Damit sie das kann, haben Musiker aus der Region im Kurfürstlichen Palais ein Benefizkonzert gegeben.

Trier. "Beim nächsten Lied ruhig mal die Augen zumachen und sich vorstellen, dass man am Strand in der Brandung steht", fordert Hannah Fortenbacher von der Jochen Leuf Band im Rokokosaal des Kurfürstlichen Palais die rund 180 Besucher auf. Vielleicht sind es die tatsächlich maritim anmutenden Novembertemperaturen oder doch eben die nach Strand und blauen Horizonten klingenden Lieder des Akustiktrios - das Publikum beim Benefizkonzert für den Kinderschutzbund macht den Trip an die Sonne gerne mit.
Der Erlös des Nachmittags ist dabei für Kinder bestimmt, denen es "(noch) nicht vergönnt war, die Sonnenseiten des Lebens zu erfahren", wie es die Pressemitteilung des Kinderschutzbundes ausdrückt: Speziell geht es um die Fachstelle Lichtblick, in der Kinder und Jugendliche suchtkranker Eltern Unterstützung erhalten.
Vier Liedermacher im weitesten Sinne sowie eine Solistin musizieren dafür an diesem Abend. Vor Leufs Combo haben die Pipes\'n\'Strings bereits mit Flöten, Trommeln und Dudelsäcken ins Mittelalter entführt. Karin Otto und Jürgen Trunczik verzaubern als Duo Traumzeit mit mal samtig-sanften, dann wieder leidenschaftlich-rhythmischen Gitarrenklängen. Das Duo Steel and Wood gesellt zu Gitarre und Gesang noch Flöten und allerlei Perkussion.
Bei Sonja Pesie kommen die Instrumente zwar vom Band - gegen ihre Stimme anzuspielen, wäre aber ohnehin kein dankbarer Job: Damit schmeißt sie die Show ganz alleine, ihre so gefühl- wie kraftvoll interpretierten Pop-Balladen erzeugen Gänsehaut im Saal, und die Künstlerin erntet dafür kräftigen Applaus.
Bei solch einem stimmungsvollen Konzert, für das kein Eintritt bezahlt werden musste, lassen sich die Besucher dann auch nicht lumpen: Elke Boné, die schier unermüdliche Spendensammlerin des Kinderschutzbunds, die die Fachstelle Lichtblick maßgeblich begründet hat, kann nach Abzug aller Unkosten einen Reinerlös von rund 1100 Euro vermelden. fgg