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Musikalische Vielfalt, Spaß und Ehre

 Tenorhornist Ortwin Krütten (links) ist nach 60 Jahren Engagement für das musikalische Geschehen in Zemmer noch im Musikverein aktiv. Dafür hat er die höchstmögliche Auszeichnung, die goldene Ehrennadel mit Diamant, bekommen. TV-Foto: Anke Emmerling
Tenorhornist Ortwin Krütten (links) ist nach 60 Jahren Engagement für das musikalische Geschehen in Zemmer noch im Musikverein aktiv. Dafür hat er die höchstmögliche Auszeichnung, die goldene Ehrennadel mit Diamant, bekommen. TV-Foto: Anke Emmerling
Zemmer. Mit einem Frühlingskonzert in der Fideihalle Zemmer haben der Musikverein (MV) Zemmer und das Jugendorchester der Musikvereine Zemmer und Rodt Farbe ins beherrschende Wintergrau gebracht. Neben einer bunten und vielseitigen Musikauswahl standen besondere Ehrungen auf dem Programm. Anke Emmerling

Zemmer. Dass der Konzertabend des MV Zemmer viel Abwechslung und gute Unterhaltung bieten würde, darauf stimmte schon zum Auftakt das Jugendorchester der Musikvereine Rodt und Zemmer unter Leitung von Miriam Endres ein. Die zwölf jungen Leute boten durchweg Schwung- und Temperamentvolles wie "Hogwarts March" und "Hogwarts-Hymne" um Zauberlehrling Harry Potter, Frank Sinatras "New York, New York" oder Deep Purples "Smoke on the Water". Besonders begeistert zeigten sich die mehr als 150 Gäste von der Jacques-Offenbach-Interpretation "Barcarole & Can Can".
Damit war der stimmungsvolle Rahmen für Ehrungen geschaffen, derer zwei Ritterschlägen gleichzusetzen sind: Helmut Quare aus Salmtal-Dörbach erhielt von Gerhard Wallenborn von der Verbandsgruppe Sauer-Eifel die goldene Dirigentennadel des Landesmusikverbandes für 20 Jahre Dirigententätigkeit beim MV Zemmer. Und Tenorhornist Ortwin Krütten aus Zemmer wurde mit der höchstmöglichen Auszeichnung, der goldenen Ehrennadel mit Diamant, für 60 Jahre Mitgliedschaft im MV Zemmer bedacht. Er hat maßgeblich die Wiederaufnahme musikalischer Gemeinschaftsaktivitäten im Ort 1953 initiiert und ist als Einziger aus dieser Zeit heute noch aktiv.
Geehrt wurden weiterhin Armin Wenner für 40 Jahre, Stephan Krütten für 30 Jahre, Armin Basten für 20 Jahre sowie Edgar Endres, Alexander Mick und Lukas Becker für je zehn Jahre Mitgliedschaft.
In mehr als zwei anschließenden Konzertstunden stellte dann der Musikverein Zemmer ein anspruchsvolles und vielseitiges Repertoire für jeden Geschmack vor. Es reichte von der mit fol kloristischen Elementen gespickten Suite "Fanfare, Aria und Farandole" über den Walzer "An der schönen blauen Donau" bis zu Filmmusik aus "Fluch der Karibik" und Märschen. Besondere Höhepunkte waren drei zeitgenössische Kompositionen von Kurt Gäble, darunter "Der blaue Planet", eine kritische Auseinandersetzung mit der Zerstörung der Erde durch den Menschen.
Besonders in diesem spannungsgeladenen Werk zeigte sich, auf welch hohem Niveau sich das gut eingespielte Orchester bewegt. Dafür und auch für die die Musik gut illustrierenden Moderationen der MV-Vorsitzenden Cornelia Blesius und Bildpräsentationen von Lara Wenner bedankte sich das Publikum mit viel Applaus und Zu gabewünschen.