Musikalischer Aufbruch in den Frühling

Musikalischer Aufbruch in den Frühling

Mit einem abwechslungsreichen Konzert in der Fideihalle Zemmer haben der Musikverein Zemmer und das Jugendorchester der Musikvereine Rodt und Zemmer den Frühling begrüßt. Unter dem Titel "Frühling lässt sein blaues Band" genoss das Publikum Ausflüge in unterschiedliche musikalische Welten, vom Marsch bis zur Filmmelodie.

Zemmer. "Sie können stolz sein auf das, was hier geleistet wird." Verbunden mit einem Präsent gab es Lob von Günther Schartz als Präsident des Landesmusikverbands an Cornelia Blesius, Vorsitzende des Musikvereins Zemmer. Und treffender hätte kein Kommentar zum Anlass, dem Frühlingskonzert des Vereins, ausfallen können. Denn schon bei der Eröffnung durch das gemeinsame Jugendorchester der Musikvereine Zemmer und Rodt trat deutlich zutage, dass es um die Freude am gemeinsamen Musizieren und dessen Qualität in der Fidei gut bestellt ist.

Die rund 20 Kinder und Jugendlichen bewiesen mit dem zackigen "Island Empire March", dem getragenen Filmmusikthema aus "Forrest Gump", einem flotten Ständchen und einem schwungvollen Gospelstück souveränen Umgang mit ganz unterschiedlichen musikalischen Stilrichtungen. Dem folgten nicht nur viel Applaus und Zuga benwünsche, sondern auch eine Ehrung für den jungen Leiter des Orchesters, Markus Gerhards aus Zemmer. Er habe den aufwendigen C-Lehrgang erfolgreich absolviert und sich damit für Nachwuchssicherung dort engagiert, wo sie zuweilen Sorge bereite - auf Dirigentenebene, lobte Heinz Schmitz, Vorsitzender der Gruppe Sauer-Eifel des Kreismusikverbands Trier-Saarburg. Er vergab außerdem zwei bronzene Ehrennadeln an die jungen Klarinettistinnen Anika Ankner und Carolin Schönhofen für zehn Jahre Mitgliedschaft im Musikverein Zemmer. Der gestaltete dann unter Leitung von Helmut Quare den restlichen Abend.

Das Publikum, darunter Gäste der Freiwilligen Feuerwehr Rodt aus der thüringischen Partnerregion Rudolstadt-Saalfeld, genoss ein sehr abwechslungsreiches Programm für jeden Geschmack. Es reichte von traditionellen Klängen wie der "Bayrischen Polka" oder dem "Kaiserwalzer" von Johann Strauss bis zu modernen Musical- und Filmmelodien.

Beeindruckend geriet schon der Auftakt mit dem kraftvoll-hymnischen Stück "Aufbruch", hervorragend danach die Interpretation der Filmmusik aus "Fluch der Karibik III", einer anspruchsvollen Komposition mit Einflüssen verschiedener Kulturkreise.

Das Orchester zeigte sich nicht nur bestens eingespielt, sondern strahlte auch einen in Erfahrung und Begeisterung wurzelnden Esprit aus. Für solistische Höhepunkte sorgten Posaunist Carsten Gerhards und Saxofonist Michael Becker. Stimmig abgerundet wurde der Konzertabend durch informative Moderationen von Miriam Endres und schöne Fotoprojektionen zu den einzelnen Stücken. ae

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