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Musikkabarett mit Duo Ass-Dur in der Tuchfabrik Trier

Kabarett : Duo Ass-Dur bringt Wortwitz und feinen Humor in die Tuchfabrik nach Trier

Bestes Kabarett, gepaart mit Wortwitz par excellence präsentierte das Duo Ass-Dur am Samstagabend den 100 begeisterten Zuschauern im großen Saal der Trierer Tufa.

Hinter Ass-Dur verbergen sich die Berliner Kabarettisten Dominik und  Florian Wagner. Wie das unter Geschwistern gemeinhin so ist: Nicht nur der eine kann was, sondern auch der andere, im Falle der beiden egal ob sprachlich als „Reimende“, musikalisch am Instrument oder auch mal gesanglich. An allem hatte das Trierer Publikum seine helle Freude. Sogar bis aus Karlsruhe waren Fans angereist, wie zu hören war.

Zu Lachen gab es am fortlaufenden Band. Ein Beispiel für eindeutig Zweideutiges – in Anspielung auf das Haus in der Erzählung über den berühmten Kinderstar von Astrid Lindgren: Wonach riecht es in der Villa Kunterbunt? Liegt doch auf der Hand: Nach „Pip(p)i“ natürlich. Nicht gleich beim ersten Anhieb erkennbar und mitunter gedanklich versteckt ein Beispiel für bewandertste „Wortgeschrittene“ unter dem Publikum: Wagners sind gerne im Wald bei so vielen Bäumen – erst recht in Corona-Zeiten: Denn dort gebe es sehr viel Zwei-ge (pointiert ausgesprochen für die Regel 2G).

Und auch beim Umgang mit den Instrumenten strapazierten die beiden Komödianten die Zwerchfelle des Publikums: Spielt der eine nun besser Klavier oder Geige als der andere? Bruder Florian malträtierte die Violine derart, dass die gewollt so produzierten Töne den Ohren fast schon wehtaten. Zum Vergleich: Der Bohrer beim Zahnarzt ist hingegen eine Wohltat für die Ohren. Wenn Florian Wagner dann aber am Klavier saß, brauchte er nicht mal eine extra Schlagzeug­begleitung: Die lieferte er selbst durch seinen Fuß auf dem Bühnenboden.

Ein klein wenig gespielter Bruderzwist fehlte nicht beim gleichzeitigen Intermezzo am „Kawai“-Flügel: Beide einigten sich nach längerem Hin und Her schließlich darauf: Der eine spielt die Tasten links bis „Ka“, dem anderen stehen die restlichen ab „wai“ zu. Und wer die gekonnte Pointe landen darf beim Publikum wurde kurzerhand ausgeknobelt: Ganz simpel mit dem Schnick-Schnack-Schnuck-Spiel.