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Mutmaßlicher Todesschütze hält Helfer zunächst zurück

Mutmaßlicher Todesschütze hält Helfer zunächst zurück

Der am Freitag in Trier-Euren getötete Kleingärtner hat kurz vor seinem Tod um Hilfe gerufen, verblutete dann jedoch. Herbeigeeilte Nachbarn und Rettungskräfte konnten seinen Tod nicht verhindern.

Trier. Die Obduktion des 68-Jährigen Kleingärtners ergab laut Oberstaatsanwalt Ingo Hromada, dass er an den Folgen einer Schusswunde in Herznähe verblutet ist. Der 61-Jährige mutmaßliche Täter rief danach selbst die Polizei an und gestand seine Tat. Tatwaffe war nach bisherigen Ermittlungen der Polizei ein abgesägtes Kleinkalibergewehr, das nur mit einer Patrone geladen werden kann. Der Schuss traf den 68-Jährigen aus Konz in Herzbeutel, Lunge und Lungenarterie. Hromada: "Er ist zusammengebrochen und hat um Hilfe gerufen. Nachbarn aus der Kleingartenanlage sind herbeigeeilt." Der mutmaßliche Täter habe sie zunächst davon abgehalten, Hilfe zu leisten. Als er die Helfer doch eingreifen ließ, sei es zu spät gewesen. Alarmierte Rettungskräfte versuchten vergeblich, den Getroffenen zu reanimieren.
Es habe eine jahrelange Feindschaft zwischen den beiden Kleingärtnern bestanden. Hromada bestätigt TV-Informationen, dass der Anlass für den erneuten Streit ein laufender Rasenmäher gewesen sei, den der 61-Jährige an der Grundstücksgrenze abgestellt habe. Daraufhin sei die Situation eskaliert. Der mutmaßliche Todesschütze sitzt in Untersuchungshaft. cus