Mythos Mosel kehrt zurück

Wer 100 Weingüter erleben will, muss dafür normalerweise weite Wege in Kauf nehmen. Am Wochenende reicht dafür ein Ausflug an die Mosel zwischen Detzem und Piesport.

Sie sind wieder da. Die Moseljünger, deren Veranstaltung "Mythos Mosel. Eine Riesling Reise" und damit die Möglichkeit, sozusagen in fußläufiger Reichweite die Weine vieler Güter zu probieren. Bei der vierten Auflage der Veranstaltung ist die Mosel zwischen Detzem und Piesport erneuter Austragungsort. Damit kehrt die Veranstaltungsreihe wieder dorthin zurück, wo alles begonnen hat. Zwischenzeitlich gab es Veranstaltungen zwischen Kesten und Zeltingen-Rachtig sowie zwischen den Gemeinden Ürzig/Erden und Pünderich (der TV berichtete).

2014 bei der ersten Auflage boten 53 Winzer an 20 Stationen ihre Erzeugnisse an. In diesem Jahr gibt es 25 Standorte, sprich Weingüter, die ihre Pforten öffnen. Jeder Gastgeber hat drei Gastwinzer aus anderen Teilen des Anbaugebiets Mosel eingeladen, von der Saar und der Obermosel bis hin zur Terrassenmosel. Macht unter dem Strich 100 Betriebe, die sich und ihre Erzeugnisse präsentieren werden. Wenn jedes dieser Weingüter fünf Weine im Angebot hat, macht das 500 verschiedene Rebsäfte. Die kann wohl niemand alle schaffen. Und darum geht es auch nicht unbedingt. Der Gedanke hinter dieser Versuchsanordnung ist nämlich: Die Besucher können an jeder Probierstation mehrere Winzer, deren Weine und somit die unterschiedlichen Lagen, Terroirs und Stilistiken des gesamten Weinanbaugebiets kennenlernen. Neben bekannten und renommierten Betrieben finden sich auch in diesem Jahr wieder einige Geheimtipps, die möglicherweise erst in ein paar Jahren für Furore sorgen werden.
Matthias Meierer vom Verein Moseljünger sagt: "Wir hätten noch mehr interessierte Weingüter als die 100 gehabt." Die Organisatoren wollten jedoch verhindern, dass es zu viel wird. "Es soll zu der erwarteten Besucherzahl passen", sagt Meierer. Er geht davon aus, dass in diesem Jahr mehr als 3000 Teilnehmer gezählt werden. Wohl auch deshalb, weil die Witterung anders als im Vorjahr mitspielen soll. Nach dem Regen der vergangenen Tage, der nach Auskunft des Winzers den Reben gutgetan hat, sei für das Wochenende gutes Wetter gemeldet. Am Konzept der vergangenen Auflagen von Mythos Mosel werde es keine großen Veränderungen geben, sagt Meierer. Kleine Anpassungen gebe es zwar immer wieder. Doch der stetig zunehmende Besucherandrang zeige, dass die Macher vom Verein Moseljünger offensichtlich richtig liegen.

Zwischen den Moselorten gibt es deshalb auch erneut einen Busservice, den die Besucher nutzen können, um sich zwischen den Weingütern zu bewegen. Bei der kompakten Strecke von 20 Kilometern können sportliche Besucher das Fahrrad nutzen oder Teilstrecken wandern.

Tickets zum Preis von 30 bis 50 Euro gibt es bei den 25 Gastgebern und den anderen teilnehmenden Weingütern. Eine vollständige Liste gibt es im Internet unter der folgenden Adresse: www.mythos-mosel.de/winzer

Zwischen Klüsserath und Piesport verkehren die Busse teilweise im 20-Minuten-Takt. Es gibt zudem auch einige Zubringerbusse aus Richtung Trier und Traben-Trarbach.
Extra: DAS PROGRAMM


Freitag, 9. Juni, Eröffnungsfeier mit Minikreuzfahrt auf dem Moselschiff Prinzess Marie Astrid (ausverkauft).

Samstag, 11 bis 18 Uhr: Die Weingüter öffnen ihre Höfe und laden zum Probieren und Diskutieren ein.
16 bis 18 Uhr: Mythos Mosel 1/4-Marathon. Die Walker starten um 16 Uhr, die Läufer um 16.30 Uhr auf die Panoramastrecke rund um Trittenheim. Anmeldung: info@weingut-scholtes-hammes.de oder Telefon 06507/2716;
18 Uhr: Nacht-Mythos ...die langen Schatten von Riesling, Sekt und Champagner Partynacht Sektgut St. Laurentiushof (Leiwen);
19 Uhr: Moseljünger Rhythm & Wine im Weingut Clüsserath-Weiler (Trittenheim) mit Funk, Soul und R'n'B.

Sonntag, 11 bis 18 Uhr: Die Weingüter öffnen ihre Höfe und laden zum Probieren und Diskutieren ein.