Na also, es geht doch!

Na also, geht doch! Da hieß es immer, die Südbadsanierung sei für unter 8,4 Millionen nicht machbar, und jetzt sind es auf einmal "nur" noch sechs Millionen. Damit ist das Land einverstanden, und das Südbad gehört plötzlich zu den auserwählten 40 Schwimmbädern, die das Mainzer Ministerium als förderfähig anerkennt - immerhin aus einer Liste von 80 sanierungsbedürftigen Bädern.

Durch einen kleinen Trick wurden die Kosten entscheidend gesenkt: Das Eingangsgebäude gehört plötzlich nicht mehr zur Sportanlage - und muss daher nicht mehr aus dem Sportfördertopf, sondern kann aus dem Investitionsstock bezuschusst werden. Um die Reduzierung der Wasserfläche - die am Ende sogar unter den vielzitierten 0,04 Quadratmetern pro potenziellem Schwimmer liegen wird - kommt die Stadtverwaltung nicht herum. Dazu zwingt sie das Land, denn ohne Zuschüsse aus Mainz könnte das Bad nicht saniert werden. Die Trierer werden sich mit den kleineren Becken abfinden müssen - auch wenn das für Hochsommerperioden wie im Juli nur schwer vorstellbar ist. Dafür droht allerdings auch kein weiterer Schnickschnack mehr wie Strömungskanal und Massageliegen. Das Südbad bleibt erhalten - jetzt kommt es darauf an, eine attraktive und betriebswirtschaftliche Form der Betreibung zu finden. c.wolff@volksfreund.de