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Nach Amokfahrt von TrierIst mehr Sicherheit in Fußgängerzonen notwendig?

Nach Amokfahrt : Ist mehr Sicherheit in Fußgängerzonen notwendig?

Die Städte in Rheinland-Pfalz prüfen nach der Amokfahrt von Trier, Innenstädte und Fußgängerzonen sicherer machen können. Das teilte der rheinland-pfälzische Städtetag mit.

„Auch wenn man eine schreckliche Einzeltat vermutlich nie ganz wird verhindern können, schauen wir gemeinsam mit allen Städten, ob Erkenntnisse aus den Ermittlungen zur Vorbeugung beitragen können“, sagte der Vorsitzende des Städtetags, der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling. Nach dem Terroranschlag auf dem Berliner Breidscheidplatz vor vier Jahren würden Feste oder Großveranstaltungen in Städten besonders gesichert, sagt Städtetagsdirektor Fabian Kirsch unserer Zeitung.

Es sei aber nicht möglich, Städte das ganze Jahre über abzuriegeln.  Trotzdem werde das Thema Sicherheit in Fußgängerzonen und Konsequenzen aus der Amokfahrt von Trier auf der Tagesordnung der nächsten Vorstandssitzung des Städtetages stehen. „Es gibt keine absolute Sicherheit“, sagte auch Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe.

Man könne die Fußgängerzone nicht komplett absperren. Die Trierer Fußgängerzone ist für den Lieferverkehr und damit Fahrzeuge generell problemlos erreichbar. Auch für Rettungswagen müssten die Bereiche offen sein, sagte der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD), der betonte: „Wenn das Auto zur Mordwaffe wird, dann sind die Möglichkeiten es einzusetzen fast grenzenlos. Der Staat wird dieses Risiko nie zu 100 Prozent unterbinden können.“

Welche Schlüsse zu ziehen seien, müsse gemeinsam mit den kommunalen Verantwortlichen aufgearbeitet werden, äußerte Lewentz, der die Amokfahrt von Trier auch zum Thema bei der Innenministerkonferenz in der kommenden Woche machen will.