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Nach dem Fehlalarm in Trierer Berufsbildender Schule - Der erste (Schul-) Tag danach

Nach dem Fehlalarm in Trierer Berufsbildender Schule - Der erste (Schul-) Tag danach

Der Amok-Fehlalarm vom Freitag und seine Auswirkungen sind auch am Montag das Thema für die Schüler und Lehrer am Berufsschulzentrum Trier. Es ist der erste Schultag danach, auch wenn nur ein geringer Teil der rund 2000 Schüler, die heute zum Unterricht erschienen sind, die Geschehnisse am Freitag persönlich erlebt haben.

Rein äußerlich ist längst Normalität eingekehrt. Hinter den Klassentüren läuft eine Art Nachbereitung. Reiner Marz, Lehrer für Sozialkunde und Deutsch/Kommunikation an der Berufsschule für Ernährung, Hauswirtschaft und Sozialpflege (EHS), sieht eine große Gefahr durch Nachrichten, die Schüler am Freitagvormittag in sozialen Netzwerken verbreitet hatten: "Da wurden unreflektiert Gerüchte in die Welt gesetzt, die erst recht Unruhe haben aufkommen lassen. Da steckte vielfach echtes Panik-Potenzial drin."

So wollte eine junge Frau im Halbdunkel einen "Bewaffneten" in ihrer Schule gesehen haben, ein anderer behauptete, auch im nur wenige hundert Meter entfernten Brüderkrankenhaus sei Alarm ausgelöst worden. Beides stimmte nicht, hat aber überregional für Aufregung gesorgt.

Auch für die Polizei ist der Freitag noch längst nicht abgehakt: "Die Ermittlungen laufen weiter", erklärt Präsidiumssprecher Uwe Konz auf Volksfreund-Anfrage; neue Erkenntnisse gab es am Montagvormittag jedoch noch nicht. Mit dem Ablauf des Einsatzes von insgesamt 400 Polizisten und Rettungskräften zeigt sich Konz zufrieden und froh darüber, "dass es am Ende des Tages eine adrenalinbeladene Übung war".