Zwischenlösung kostet mehr als eine Million Euro Nach der Flut: Kindergartenkinder von Kordel ziehen von der Notunterkunft ins Containerdorf

Kordel · Ein Lichtblick für die Kinder und Erzieher/innen des Kindergartens in Kordel: Ihre Zeit in der Notunterkunft geht zu Ende. Nach der verheerenden Flut war die Kita in die Grundschule einquartiert worden. Im September soll sie nun endlich umziehen. Aber nicht zurück in das fertig sanierte Domizil, sondern in Container. Warum dauert das alles so lange?

 Hier kommen die 60 Container für den Kindergarten St. Amandus hin. Bürgermeister Medard Roth inspiziert die Fläche vor der Turnhalle nahe des Sportplatzes Kordel.

Hier kommen die 60 Container für den Kindergarten St. Amandus hin. Bürgermeister Medard Roth inspiziert die Fläche vor der Turnhalle nahe des Sportplatzes Kordel.

Foto: TV/Verona Kerl

Viele Emotionen haben sich aufgestaut seit der Flutkatastrophe im Juli 2021. Damals überspülte die Kyll den Ort Kordel mit brachialer Gewalt und hinterließ Schäden von mehr als neun Millionen Euro. Darunter leiden die Einwohner bis heute. Der Kindergarten St. Amandus wurde so in Mitleidenschaft gezogen, dass die 77 Kinder und Erzieher ad hoc in die örtliche Grundschule umziehen mussten. Eine Notlösung, ist doch das Gebäude ebenfalls stark sanierungsbedürftig. Seitdem warten die Betroffenen. Auf die versprochene Zwischenlösung mit Containern, auf das Geld aus der Fluthilfe des Landes, auf den Beginn der Sanierung des Kindergartens. Die Nerven liegen blank.