Hinter dem Dom rumort es Nach Missbrauchsskandal - Trierer Grüne wollen Bischof-Stein-Platz in Trier umbenennen

Trier · Mit den kürzlich bekannt gewordenen Dokumenten zur Rolle des früheren Bischofs im Missbrauchsskandal beschäftigt sich auch der Stadtrat. Die Grünen fordern die Umbenennung.

 Der Bischof-Stein-Platz liegt hinter dem Dom und trägt seinen Namen erst seit 2011.

Der Bischof-Stein-Platz liegt hinter dem Dom und trägt seinen Namen erst seit 2011.

Foto: roland morgen (rm.) - roland morgen (rm.)

Neues Bodenpflaster, neue Bäume, neue Laternen, neue Adresse – als 2011 der Platz hinter dem Trierer Dom umgestaltet wurde, erhielt das Karree auch einen neuen Namen: Bischof-Stein-Platz, zu Ehren des Trierer Oberhirten von 1967 bis 1980. Welche Rolle der Bischof, der 1975 auch zum Trierer Ehrenbürger ernannt wurde, im Missbrauchsskandal der katholischen Kirche hatte, wird seit Anfang Februar neu diskutiert. Grund ist die Veröffentlichung bis dato kircheninterner Akten durch Thomas Schnitzler. Der Historiker, der seit Jahrzehnten den Missbrauchsskandal recherchiert und aufarbeitet, hatte die brisanten Dokumente bei einer Veranstaltung öffentlich gezeigt. Aus ihnen geht hervor, dass Bischof Stein einen wegen „Unzucht“ mit Minderjährigen beschuldigten Kaplan nach Bettingen in die Eifel versetzt hatte. Das Bistum hatte Schnitzler – selbst Opfer sexuellen Missbrauchs – zuvor Einsicht in die unter Verschluss gehaltenen Unterlagen gewährt (der TV berichtete mehrfach).