Nach nur wenigen Monaten steht P&R-Linie 1994 auf der Kippe

Zurückgeblättert vor 25 Jahren : 1996 kommt die Hiobsbotschaft

Sie seien sicher, die rund 500 Jobs bei Pegulan in Konz. Diese beruhigende Nachricht verkündet Ende August 1994 der Werksleiter der Niederlassung des Bodenherstellers aus Konz.

1959 hatte das Unternehmen aus dem pfälzischen Frankenthal das ehemalige Ausbesserungswerk der Bahn in Konz erworben und die Hallen und Gebäude renoviert. Ende der 1960er Jahre stammen 120 der damals 420 Mitarbeiter aus der Türkei. Das ist einer der Hauptgründe dafür, dass noch heute in Konz eine starke türkische Gemeinde beheimatet ist.
Rund zwei Jahre nach den beruhigenden Worten des Chefs kommt dann doch die Hiobsbotschaft. 1996 wird die Fußbodensparte nach Schweden verlegt. Für 100 Mitarbeiter bedeutet dies die Kündigung. Aktuell arbeiten nach Unternehmensangaben rund 250 Menschen im Konzer Werk, das zur Tarket-Gruppe gehört.
Wie jüngst an Mariä Himmelfahrt oder an den Adventssamstagen sollen Pendelbusse das allergrößte Verkehrschaos in Trier verhindern. Autofahrer sollen beispielsweise am Messepark ihre Fahrzeuge abstellen und mit dem Bus in die City fahren. Die Idee ist nicht neu. Im Sommer 1994 gibt es seit einigen Monaten eine Linie 4, die im 15-Minuten-Takt das Industriegebiet Zewen mit der Porta Nigra verbindet. Hintergrund für diese Linie ist das erklärte Ziel des Stadtrats Trier, bis zum Jahr 2000 den Individualverkehr in der City um 30 Prozent zu senken. 1996 ist Schluss mit der alten Linie 4. Sozusagen eine Nachfolgerin der Stadtbuslinie ist die luxemburgische RGTR-Linie 118, die unweit des Messeparks eine Haltestelle hat. Zahlreiche Luxemburg-Pendler nutzen nämlich den Parkplatz, um von dort aus mit ihrem Auto nach Hause zu fahren. Das tun sie wohl auch deshalb, weil dort auch die Linie 3 vorbeifährt. Diese fährt jedoch erst einmal zum Bahnhof und nicht unbedingt direkt dahin, wo die Pendler wohnen.

Harald Jansen

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