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Nach Sanierung: Trierer Basilika St. Paulin in neuem Glanz und drei neuen Farben

Nach Sanierung: Trierer Basilika St. Paulin in neuem Glanz und drei neuen Farben

Fast zwei Jahre lang war der Turm der Basilika St. Paulin hinter einem gigantischen Baugerüst verborgen – rechtzeitig zu Weihnachten präsentiert er sich in strahlender neuer Schönheit und mit neuer Farbgebung.

Nach Sanierung: Trierer Basilika St. Paulin in neuem Glanz und drei neuen Farben
Foto: Roland Morgen

Die "gelbe Kirche" der Trierer Nordstadt ist Vergangenheit. Im Zuge der Außensanierung hat das bedeutende Barockdenkmal auch einen neuen Anstrich erhalten, nachdem 2014 Reste der Originalfarben von 1743 entdeckt worden waren. Den gelbe Anstrich hatte St. Paulin bei der Außenrenovierung 1982 erhalten. Sie basierte auf einer Renovierungsfassung von 1817, nachdem ein Blitzschlag die Kirche in Brand gesetzt hatte. Nun hat die Kirche ihre ursprüngliche Dreifarbigkeit zurückerhalten: Weiße Kalktünche als Grundierung, die Wandflächen in einem gelblich gebrochenen Farbton, die Architekturgliederung in rötlichem Hellbraun - mit ihrer ursprünglichen Farbfassung dürfte die Basilika St. Paulin, an deren Bau der damalige Würzburger Stararchitekt Balthasar Neumann maßgeblich beteiligt war, ein regionaler Trendsetter gewesen sein. Der Trierer Diplom-Restaurator Thomas Lutgen bezeichnet die Barockkirche als "Schlüsselbau und Vorbild". Rechtzeitig zum Weihnachtsfest ist das Turmgerüst abgebaut, und Triers Nordstadt hat in doppeltem Sinne einen neuen Lichtblick. Denn erstmals seit fast zwei Jahren wird St. Paulin bei Dunkelheit wieder illuminiert. Die Gerüste, die derzeit noch das Kirchenschiff umschließen, sollen Anfang 2016 abgebaut werden.