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Nach Wittlicher Absage: ADAC Rallye bleibt in der Region Trier

Motorsport : Nach Wittlicher Absage: Die Rallye bleibt nun doch in der Region Trier

Für kommendes Jahr sah es lange Zeit schlecht aus für die Rallye in der Region. Doch Rennsportfreunde können aufatmen, denn nun ist ein anderer Austragungsort gefunden worden.

Kein Mehrwert für Wittlich. Das war wohl der Hauptgrund für den dortigen Stadtrat, nicht mehr Mittelpunkt eines Laufs der Deutschen Rallye-Meisterschaft (DRM) sein zu wollen. Laut ADAC waren 2022 beim DRM-Wertungslauf an zwei Tagen zwischen 10.000 und 14.000 Zuschauer in Wittlich und an den Strecken gewesen sein.

Die Absage der Wittlicher ist noch keinen Monat alt. Nun gibt es Entwarnung für die Freunde des Motorsports. Auch 2023 wird es Rallyesport in der Region geben. Zentrum der Veranstaltung wird am 9. und 10. Juni 2023 der Industriepark Region Trier (IRT) Föhren sein. Das hat der ausrichtende ADAC Mittelrhein mitgeteilt.

So kam man auf den Industriepark Region Föhren (IRT) als Austragungsort der Rallye 2023

Da stellt sich doch die Frage, wie die Ausrichter auf diesen neuen Standort gekommen sind. Dazu sagt Pressesprecher Mirco Hillmann: „Wir haben bei der Rallye Deutschland bereits erfolgreich mit dem IRT zusammengearbeitet und haben diese gute Kontakte nun reaktivieren können.“

Reinhard Müller, Geschäftsführer des Zweckverbands Industriepark Region Föhren, sagt, dass die Zusammenarbeit mit den Rallye-Machern bis in die Zeit der Deutschland-Rallye zurückreicht. Schon damals habe sich das Büro für die Zuschauerlenkung auf dem IRT-Gelände befunden. Laut Müller wird nun das Fahrerlager für die Veranstaltung im Sommer 2023 auf einem der Betriebsgelände aufgebaut. Dazu gebe es aktuell Gespräche.

Es wirkt so, als ob nicht nur der genaue Standort des Fahrerlagers noch geklärt werden muss. Denn es stellt sich auch die Frage, wo die Fahrzeuge möglichst rasch über Feld- und Wirtschaftswege fahren sollen. Im Sommer 2022 gab es Wertungsprüfungen bei Bergweiler, Veldenz, Klüsserath, Wintrich, Niederschleidweiler und Salmtal. Welche Prüfungen auch im kommenden Jahr gefahren werden sollen, steht noch nicht fest. „Aufgrund der neuen Lage des Rallye-Zentrums ergeben sich auch Möglichkeiten für neue Wertungsprüfungen“, sagt der Pressesprecher. Diese Möglichkeiten würden aktuell geprüft. „Sobald die Streckenführung festgelegt ist, werden wir schnellstmöglich in den Austausch mit den genehmigenden Behörden treten“, sagt Hillmann.

Diese Wertungsprüfung könnte im kommenden Jahr Teil der Rallye sein

Wohl heißer Anwärter auf eine erneute Aufnahme in das Rallye-Programm dürfte die Wertungsprüfung in den Weinbergen bei Klüsserath sein. Dort wurden auch schon Prüfungen für die Deutschland-Rallye im Rahmen der Weltmeisterschaft ausgefahren. Dass es so etwas wie die Wertungsprüfung Circus Maximus geben wird, ist hingegen nicht zu erwarten. Bei dieser Prüfung waren die Rallyefahrzeuge auf einem gut vier Kilometer langen Kurs rund um die Porta Nigra unterwegs gewesen. Für solche eine Motorsportveranstaltung dürfte es im Trierer Stadtrat wohl keine Mehrheit geben. Und ohne eine Zustimmung der Gemeinden geht es nicht.

Die noch fehlende Abstimmung mit den örtlichen Behörden müssen die Macher der DRM ebenfalls noch hinbekommen. Zudem braucht es viele Helfer, damit eine solche Veranstaltung reibungslos und sicher ablaufen kann. All das muss organisiert sein, ehe das erste Auto auf die Strecke gehen kann.

Sind auch viele Dinge aktuell noch in der Schwebe. So steht bisher eine Sache fest. Es wird anders als in Wittlich keinen Lauf mit älteren Fahrzeugen im Rahmen der Rallye 70 geben. Aus der ADAC-Zentrale in Koblenz heißt es dazu, dass man aktuell Alternativen für das Rahmenprogramm prüfe. Die Veranstalter befänden sich dazu „in fortgeschrittenen Gesprächen.“ Sobald es hierzu finale Entscheidungen gibt, werde man informieren.

Einem im Wittlicher Stadtrat geäußerten Kritikpunkt kann der ADAC übrigens entkräften. So war moniert worden, dass Bürger durch Lärm und Abgase gestört worden wären. Das könne beim IRT Föhren nicht passieren, sagt der Vertreter des ADAC. Denn dort gebe es keine Anwohner.