1. Region
  2. Trier & Trierer Land

Nachgefragt: Wer darf gelbe Säcke ausgeben?

Nachgefragt: Wer darf gelbe Säcke ausgeben?

Wer wie was warum? In unserer Serie "Nachgefragt" beantworten wir Alltagsfragen aus Trier und Trier-Saarburg. Diesmal: Wer darf eigentlich gelbe Säcke ausgeben und warum ist das so?

In der Apotheke am Trierer Hauptmarkt, bei der Volksbank in Hermeskeil und im Blumenladen in Wellen gibt es Gelbe Säcke. An 28 Stellen in der Stadt Trier und 80 im Landkreis Trier-Saarburg erhält man die Kunststoffsäcke (alle Ausgabestellen auf www.art.de). Viele der jetzigen Ausgabestellen stammen noch aus der Zeit, als die Tochtergesellschaft des Zweckverbands Abfallwirtschaft im Raum Trier (ART), die ART GmbH, für das Verteilen zuständig war. "Es wurde versucht, diese möglichst flächendeckend im Entsorgungsgebiet vorzuhalten. Allerdings kann aus Kostengründen nicht in jeder Ortsgemeinde eine eingerichtet werden", erklärt ART-Sprecherin Elisabeth Hill. Fällt eine weg, wird nach Ersatz gesucht. Die meisten Stellen erhalten einmal im Monat von der TV-Logistik GmbH Nachschub, Rathäuser und Verbandsgemeinden werden 14-tägig oder wöchentlich beliefert. Insgesamt sechs Millionen Säcke werden in Trier und im Landkreis pro Jahr ausgegeben. Als Auftragnehmer des Dualen Systems muss der ART die Säcke bezahlen. Auf die Müllgebühren wirkt sich das nicht aus: Die Sammlung, Sortierung und Verwertung von Verkaufsverpackungen finanziert sich über ein Lizenzentgelt, das Hersteller und Vertreiber von Waren für ihre Beteiligung am dualen System zahlen. Bis Ende 2003 konnte man die Rollen noch in unbeschränkter Menge mitnehmen. Die Folge: Von knapp zehn Millionen ausgegebeneb Säcken landeten nur 4,5 Millionen in der Sortieranlage im Trierer Hafen. Deswegen wurden die Vierteilrichtlinien geändert: Pro Haushalt darf man nur zwei Rollen mitnehmen.

Wer, wie, was, warum? In der neuen Serie "Nachgefragt" beantwortet der TV Fragen, die sich im täglichen Leben in Trier und im Kreis Trier-Saarburg stellen. Brennt Ihnen auch eine unter den Nägeln? Dann senden Sie sie an trier@volksfreund.de