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Nächster Preisträger wird 2017 gekürt

Nächster Preisträger wird 2017 gekürt

Die Stefan-Andres-Gesellschaft (StAG) hat in ihrer Jahreshauptversammlung im Niederprümer Hof (Schweich) noch einmal die große Bandbreite ihrer Aktivitäten vorgestellt, die sie als Bewahrerin des umfangreichen literarischen Vermächtnisses von Stefan Andres leistet.

Trier. Es ist der Verdienst des seit neun Jahren der StAG vorstehenden Präsidenten Wolfgang Keil und seiner literarisch ambitionierten Mitstreiter, dass das Werk von Stefan Andres auch dem breiten Publikum immer wieder nahegebracht wird.
Die Bedeutung des seiner moselländischen Heimat eng verbundenen Schriftstellers kam auch durch die Anwesenheit der Andres-Tochter Irene-Maria Röhrscheid-Andres bei der StAG-Hauptversammlung zum Ausdruck. Es ist auch ein Verdienst der sich finanziell engagierenden Andres-Tochter und ihrer Familie, dass in einer Vereinbarung mit der Stadt Schweich der nächste Stefan-Andres-Preis schon 2017 vergeben und mit einem Preisgeld in Höhe von 5000 Euro ausgelobt wird. Letzter Preisträger war der Schriftsteller Hanns-Josef Ortheil.
Wolfgang Keil, der in seinem Tätigkeitsbericht vielen Privatpersonen und der Sparkasse Trier für die Unterstützung der Gesellschaft dankte, vermittelte einen Einblick in die Editionsarbeit der StAG: Bisher liegen acht von zehn vorgesehenen Bänden der Edition "Stefan Andres - Werke in Einzelausgaben" vor. Außerdem ist Heft Nummer fünf der "StAG-Schriftenreihe" erschienen ("Xanthippe und andere Porträts), das auf Wunsch der Gesellschaft für den Unterricht an Schulen gedacht ist.
Keil hob die Kooperation der StAG mit der Schweicher Grundschule "Im Bodenländchen", dem Stefan-Andres-Gymnasium (SAG) Schweich, dem Auguste-Viktoria-Gymnasium (AVG) Trier sowie dem Seniorenheim St. Martin (Schweich) hervor.
Astrid Geißler präsentierte die schulischen Andres-Projekte "Die unsichtbare Mauer" (12. Jahrgangsstufe des AVG) und "Moselländische Novellen (neunte Jahrgangsstufe des SAG), die durch Lesungen eigener Bearbeitungen von Schülern des Stefan-Andres-Gymnasiums ergänzt wurden. Erstmals wird die StAG übrigens einen Andres-Preis für das beste Deutsch-Abitur am SAG Schweich stiften.
Keil verwies noch auf Veranstaltungen der Gesellschaft mit den Schwerpunkten Lesungen und "literarische Wanderung". Schon traditionell wird wieder ein Gesellschaftsabend unter dem Motto "Literatur und Weinkultur" mit Weinprobe und dem Thema "Wunder und Wunderliches" am 25. November im Niederprümer Hof angeboten.
Wolfgang Keil wies zudem in seinem Archivbericht auf einige Raritäten hin. So ist die Gesellschaft inzwischen im Besitz der erst im vergangenen Jahr entdeckten Kopie des Original-Manuskripts der bekannten Novelle "Die Vermummten" (1936) und der Feldpostausgabe der Novelle "El Greco malt den Großinquisitor" (1935) in der 17. Auflage.
Den Schulen bietet die Gesellschaft kostenlos für den Unterricht die Novelle "Die Vermummten", die Romane "Die unsichtbare Mauer" und "Ritter der Gerechtigkeit" sowie die fünf Titel umfassende "Schriftenreihe der StAG" (Sammlung von Kurztexten) an. red