NAHERHOLUNG

Zur Berichterstattung über den möglichen Neubau einer Hauptwache der Berufsfeuerwehr im Bereich An der Spitzmühle in Trier:

Mit Freude haben wir vernommen, dass der Denkmalpflegebeirat der Stadt Trier sich gegen den Neubau der Feuerwehrwache an der Spitzmühle ausgesprochen hat. Mit Unverständlichkeit mussten wir die Argumente des Trie rer Kulturdezernenten Thomas Egger lesen. Kein Mensch in Trier, auch die Kleingärtner nicht, sind gegen einen Neubau der Feuerwehrwache zum Schutz der Trierer Bürger. Aber nach Meinung von Dezernent Thomas Egger gibt es nur einen Standort, und zwar an der Spitzmühle. Den Trierer Bürgern wird dies so verkauft, als wäre dieses Gelände das einzige, das den Anforderungen der Größe entspricht. Dieses beinhaltet aber nur die halbe Wahrheit. In Wirklichkeit benötigt die Feuerwehr auch die Sportanlage des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums. Dieses entspricht etwa ein Drittel der benötigten Fläche. Um diese Kontroverse zu umgehen, plant man die Sportanlage in das Altbachtal zu verlegen. Dies wiederum bedeutet, das circa 30 Kleingärten geopfert werden müssten, von der Spitzmühle bis zum bestehenden Vereinshaus des Kleingärtner vereins Trier-Ost. Nach unserer Meinung ist die Behandlung der Kleingärtner, die schon 100 Jahre ihre Gärten bewirtschaften, eine Unverschämtheit. Auch werden die Bürger, die jeden Tag eine Naherholung suchen und sich immer erfreuen konnten, durch die Kleingartenanlage zu spazieren, stark beeinträchtigt. Diese Anlage wurde im Jahr 2013 mit der Silbermedaille des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. Der Vorschlag des Stadtverbands Trier der Kleingärtner wäre, den Weg am Altbach, vom Südbahnhof bis nach Olewig, zu erhalten beziehungsweise auszubauen. Der Parkplatz an der Spitzmühle könnte als Park hergerichtet werden, und eventuell könnten Ausgrabungen sichtbar gemacht werden. Die Zukunft wird zeigen, ob der Tempelbezirk nochmals geöffnet wird, so dass eine Einheit am Altbachtal gegeben wäre, ohne Verbauung durch irgendwelche Gebäude. Die Lärmbelästigung zwischen einer Schule und einem Hotel ist nach unserer Meinung auch nicht unerheblich. Willi Eichhorn, Trier, Geschäftsführer Stadtverband Trier der Kleingärtner