Nationalparkamt prüft Wildschäden

Nationalparkamt prüft Wildschäden

Wildschäden im Grenzbereich des Nationalparks sollen minimiert werden. Aus diesem Grund plant das Nationalparkamt eine Erhebung, um Verbissschäden zu prüfen.

Thalfang/Kell. Eine Aufgabe des Wildtiermanagements im Nationalpark Hunsrück-Hochwald ist das Risiko von Wildschäden auf land- und forstwirtschaftlichen Flächen außerhalb des Nationalparks zu verringern. Deshalb führt das Nationalparkamt in den Randbereichen des Schutzgebiets von März bis April eine Wildverbisserhebung durch.
Die Wilddichte, also die Zahl der Tiere, die in dem Gebiet leben, ist ausschlaggebend für den Umfang des möglichen Wildschadens, der in den Randbereichen entstehen kann.
Deshalb ist ein langfristig angelegtes Schalenwildmonitoring in diesem Gebiet geplant. Damit können die Forstexperten die Entwicklung der Wilddichte beobachten. Die Erfassung und Beurteilung des Verbisses an Pflanzen durch Schalenwild ist dabei notwendig, um Erkennntisse über die Wilddichte in diesem Gebiet zu erhalten. Anhand der gewonnenen Daten kann so geschätzt werden, wie viel Wild in den Randbereichen des Nationalparks lebt.
Unter Schalenwildverbiss versteht man das Abreißen von Knospen, Zweigen und Blättern von Pflanzen durch Reh- oder Rotwild. Dieser Verbiss kann zu erheblichen Schäden an den Pflanzen führen, insbesondere im Frühjahr, wenn sich Knospen und Blüten entwickeln.
Die Wildverbisserhebungen werden im Zeitraum März und April 2016 im Randbereich des Nationalparks Hunsrück-Hochwald und bis zu 500 Meter außerhalb der Nationalparkgrenze erfolgen. red/hpl
Informationen dazu gibt es im Nationalparkamt von Anja Schneider unter Telefon
06131/884152-308.

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