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Neubauwohnungen in Trier werden nochmal teurer

Immobilienmarkt : Appartements sind heiß begehrt

Grundstücksmarktbericht verzeichnet einen Preisanstieg von drei Prozent für 2019.

Die Kaufpreise für Neubauwohnungen in Trier steigen weiter. Noch deutlicher fällt der Zuwachs bei Appartements aus. Etwas anders sieht es nach Aussage des zuständigen Gutachterausschusses bei den Preisen in einem anderen Segment aus, wo es in den vergangenen Jahren teilweise deutliche Zuwächse gab.

Die Preise der Wohnbaugrundstücke für Ein- und Zweifamilienhäuser stabilisierten sich 2019 auf dem Vorjahresniveau. Für ihre Bilanz 2019 nutzte die Geschäftsstelle rund 1500 Kaufverträge mit einem Volumen von rund 420 Millionen Euro.

Mögliche Auswirkungen der Corona-Krise tauchen erst in der offiziellen Bilanz für 2020 auf. Einen ersten Trend für dieses Jahr vermeldet das Internet-Portal Immowelt.

 Deren Analysten haben die Angebotspreise von Bestandswohnungen (40 bis 120 Quadratmeter, Baujahr 2016 oder älter) in den letzten vier Monaten 2019 mit den ersten vier Monaten 2020 verglichen.

Für die Stadt Trier ergibt sich da ein Anstieg um drei Prozent. Zum Vergleich: Bei Saarbrücken liegt der Wert bei plus zwei Prozentpunkten, in Mainz bei minus vier Prozentpunkten.

Seit längerer Zeit stellen die Experten des Gutachterausschusses einen regen Wohnungsbau in Trier fest: In den vergangenen fünf Jahren wurden mehr als 1400 neue Eigentumswohnungen verkauft. Bei allen Eigentumswohnungen registrierte der Ausschuss für 2019 insgesamt 740 Kaufverträge. Damit wechselte eine Gesamtwohnfläche von rund 51 500 Quadratmetern den Eigentümer.

Ein Drittel der verkauften Wohnungen entfiel auf den Neubau. Teuerste Lage war Trier-Nord (4300 Euro pro Quadratmeter) gefolgt von der Innenstadt (4200), Höhenlagen und Olewig (3900), Heiligkreuz, Feyen und Weismark sowie Trier-West mit 3800 Euro. Am niedrigsten waren die Preise in den nordwestlichen Stadtteilen sowie in Ruwer mit 3300 Euro.

Gebrauchte Wohnungen wurden 2019 durchschnittlich zu Preisen wie im Vorjahr gehandelt. In der Innenstadt lagen die Werte auf dem Vorjahresniveau, während angrenzende Viertel sowie die Höhenlagen um zehn und die südwestlichen Stadtteile um fünf Prozent zulegten. Nachlässe um rund zehn Prozent gab es in Heiligkreuz, Feyen, Weismark und im Nordwesten des Stadtgebiets.

Die Preise von Appartements (bis 40 Quadratmeter) unterschieden sich meist durch ihre Lage. Gebrauchte Objekte wurden im Durchschnitt um rund 15 Prozent über den Vorjahrespreisen gehandelt.

 2019 wurden laut Ausschuss zu wenige neue Einfamilienhäuser verkauft, um einen aussagekräftigen Trend angeben zu können. Die Preise für gebrauchte Objekte lagen im Durchschnitt rund fünf Prozent über dem Vorjahresniveau.

Für Mehrfamilienhäuser wurden durchschnittlich zehn Prozent höhere Kaufpreise erzielt. Gemischt genutzte Objekte außerhalb der Fußgängerzone gaben um rund fünf Prozent nach.

Der Grundstücksmarktbericht kann für 75 Euro per Fax 0651/718-3692 oder im Internet (www.gutachterausschuss.trier.de) bestellt oder im Ausschussbüro (Hindenburgstraße 2) abgeholt werden.