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Neue alte Fotoaufnahmen aus dem Archiv des TV

Aus dem Archiv : Historische Fotos aus der Region Trier: Brunnen, Burg und ein Blick in die Brotstraße

Von Thalfang über Trier bis nach Weilerbach geht heute die Reise durch die Region mit Bildern aus dem Archiv des Trierischen Volksfreunds.

Das Schloss Weilerbach ist ein beliebter Startpunkt für Wanderungen im Sauertal bei Bollendorf. Man kann sich inzwischen gar nicht mehr vorstellen, dass die Schloss­­anlage im heutigen Eifelkreis Bitburg-Prüm jahrelang nicht viel mehr als eine notdürftig gesicherte Ruine gewesen ist.

 Silvio dell’ Antonio gestaltete 1967 den Säubrenner-Brunnen auf dem Pariser Platz in Wittlich. Diese Aufnahme erschien am 26. April 1971 im Trierischen Volksfreund. Inzwischen hat der Brunnen seinen Standort gewechselt.
Silvio dell’ Antonio gestaltete 1967 den Säubrenner-Brunnen auf dem Pariser Platz in Wittlich. Diese Aufnahme erschien am 26. April 1971 im Trierischen Volksfreund. Inzwischen hat der Brunnen seinen Standort gewechselt. Foto: TV/Fritz Degen
 Altbauten, ein Trümmergrundstück und Neubauten im Stil der Nachkriegszeit: Die Brotstraße in Trier präsentiert sich auf dieser Schwarz-Weiß-Aufnahme vom 23. November 1960 als bunter Mix. Die einheitliche Struktur ist durch Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg verlorengegangen. Während viele der damaligen Geschäfte inzwischen Geschichte sind, bietet das Bekleidungsgeschäft Blaue Hand weiter seine Waren an. Zwar ist heutzutage besonders in den Vormittagsstunden ähnlich viel Autoverkehr wie 1960. Definitiv nicht mehr unterwegs sind dort die O-Busse, deren Oberleitung auf dem Bild aus dem TV-Archiv hoch über der Fahrbahn verläuft.
Altbauten, ein Trümmergrundstück und Neubauten im Stil der Nachkriegszeit: Die Brotstraße in Trier präsentiert sich auf dieser Schwarz-Weiß-Aufnahme vom 23. November 1960 als bunter Mix. Die einheitliche Struktur ist durch Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg verlorengegangen. Während viele der damaligen Geschäfte inzwischen Geschichte sind, bietet das Bekleidungsgeschäft Blaue Hand weiter seine Waren an. Zwar ist heutzutage besonders in den Vormittagsstunden ähnlich viel Autoverkehr wie 1960. Definitiv nicht mehr unterwegs sind dort die O-Busse, deren Oberleitung auf dem Bild aus dem TV-Archiv hoch über der Fahrbahn verläuft. Foto: TV/Hain

Das Bild des Schlosses ist ein Teil unserer fotografischen Reise durch die Region. Ebenso wie ein Blick von der Grevenburg auf Traben-Trarbach.

 Zwischen dem Weilerbacher Schloss bei Bollendorf und der Stadt Trier gibt es gleich zwei Verbindungen. Im Schloss wurde Paul Servais (1848 – 1908) ge­boren. 1878 gründete er mit Philipp Lamberty und Bernhard Ferring die Tonwarenfabrik „Lamberty, Servais & Cie“ in Ehrang. Noch Mitte der 1960er Jahre hatte sie rund 1000 Mitarbeiter. 1994 wurde die Produktion eingestellt.  
 Das Eifeler Schloss wurde 1944 durch Artilleriebeschuss stark beschädigt. Ein 1961 errichtetes Notdach verhinderte den weiteren Verfall. Dieses Dach ist auf der Aufnahme aus dem TV-Archiv zusehen. Die gbt GmbH Trier erwarb 1986 das Anwesen. Zwischen 1987 und 1992 wurde das Schloss komplett nach denkmal­pflegerischen Grundsätzen restauriert. 1992 kaufte der Eifelkreis Bitburg-Prüm das Schloss mit dem an­gegliederten Garten und den Neben­gebäuden sowie die frühere Hütten­anlage.
Zwischen dem Weilerbacher Schloss bei Bollendorf und der Stadt Trier gibt es gleich zwei Verbindungen. Im Schloss wurde Paul Servais (1848 – 1908) ge­boren. 1878 gründete er mit Philipp Lamberty und Bernhard Ferring die Tonwarenfabrik „Lamberty, Servais & Cie“ in Ehrang. Noch Mitte der 1960er Jahre hatte sie rund 1000 Mitarbeiter. 1994 wurde die Produktion eingestellt. Das Eifeler Schloss wurde 1944 durch Artilleriebeschuss stark beschädigt. Ein 1961 errichtetes Notdach verhinderte den weiteren Verfall. Dieses Dach ist auf der Aufnahme aus dem TV-Archiv zusehen. Die gbt GmbH Trier erwarb 1986 das Anwesen. Zwischen 1987 und 1992 wurde das Schloss komplett nach denkmal­pflegerischen Grundsätzen restauriert. 1992 kaufte der Eifelkreis Bitburg-Prüm das Schloss mit dem an­gegliederten Garten und den Neben­gebäuden sowie die frühere Hütten­anlage. Foto: TV/Josef Tietzen
 Blick von Trarbach mit der Grevenburg ins Moseltal mit dem auf der anderen Uferseite gelegenen Traben. Bis 1904 waren beide noch eigenständige Gemeinden. Erst dann fusionierten Traben und Trarbach. Die Doppelstadt weist heute zahlreiche Jugendstilgebäude vor. Das hat zwei dramatische Gründe. Denn Brände – 1857 in Trarbach und 1879 in Traben – machten einen großflächigen Neuaufbau notwendig. Ein Teil dieser Gebäude findet sich am Trabener Ufer (rechts).
Blick von Trarbach mit der Grevenburg ins Moseltal mit dem auf der anderen Uferseite gelegenen Traben. Bis 1904 waren beide noch eigenständige Gemeinden. Erst dann fusionierten Traben und Trarbach. Die Doppelstadt weist heute zahlreiche Jugendstilgebäude vor. Das hat zwei dramatische Gründe. Denn Brände – 1857 in Trarbach und 1879 in Traben – machten einen großflächigen Neuaufbau notwendig. Ein Teil dieser Gebäude findet sich am Trabener Ufer (rechts). Foto: TV/Schneider
 Wieder so ein Bild ohne Datumsangabe. Dieses Mal von der Abtei St. Matthias in Trier-Süd und deren Umfeld. Anhaltspunkte für die Datierung: Es fehlen das Schammatdorfs, das ab 1979 gebaut wurde und am unteren Bildrand beginnen würde. Ebenso die Konrad-Adenauer-Brücke, die sich im linken Bildbereich befinden würde. Sie wurde 1973 dem Verkehr übergeben.  Ein Detail am linken Bildrand schafft jedoch ein Stück Klarheit. Dort ist ein Teil vom Gebäude der heutigen Medardschule zu sehen. An dieser Stelle befand sich ab 1954 das französische Gymnasium „Lycee Ausone“.
Wieder so ein Bild ohne Datumsangabe. Dieses Mal von der Abtei St. Matthias in Trier-Süd und deren Umfeld. Anhaltspunkte für die Datierung: Es fehlen das Schammatdorfs, das ab 1979 gebaut wurde und am unteren Bildrand beginnen würde. Ebenso die Konrad-Adenauer-Brücke, die sich im linken Bildbereich befinden würde. Sie wurde 1973 dem Verkehr übergeben. Ein Detail am linken Bildrand schafft jedoch ein Stück Klarheit. Dort ist ein Teil vom Gebäude der heutigen Medardschule zu sehen. An dieser Stelle befand sich ab 1954 das französische Gymnasium „Lycee Ausone“. Foto: TV

Zu den weiteren Stationen gehört auch die Brotstraße in Trier. Der Blick geht unter anderem in eine Zeit zurück, in der man noch mit Hut auf die Straße ging und die Linien der elektrischen Ober­leitungs­busse mitten durch die Trierer Altstadt führten.

Und auch der bauliche Zustand des Abteigeländes von St. Matthias in Trier ist zu sehen – als noch niemand an so etwas wie das Wohnprojekt Schammatdorf dachte.