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Neue Fachschule Holztechnik in Trier. Infoabend am 18. Januar.

Bildung : Von wegen: Brett vorm Kopf

Neue Fachschule Holztechnik startet 2018 in Trier. Infoabend am 18. Januar.

(red) Mit der neuen Fachschule für Holztechnik (Schwerpunkt Möbel- und Raumgestaltung) erweitert die Berufsbildende Schule Gewerbe und Technik (BBS GuT) in Trier zum kommenden Schuljahr ihr Angebot. Zielgruppe des zweijährigen Vollzeit-Bildungsgangs sind Gesellinnen und Gesellen mit mindestens einjähriger Berufserfahrung.

Vielerorts monieren Arbeitgeber den Mangel an Fachkräften - an der Berufsbildenden Schule Gewerbe und Technik in Trier arbeitet deshalb ein Lehrerteam derzeit an einem Weiterbildungsangebot, das es in der Form regional so noch nicht gibt. Gemeint ist die neu entstehende „Fachschule Holztechnik - Schwerpunkt Möbel- und Raumgestaltung“, die zum kommenden Schuljahr 2018/2019 startet.

„In nur zwei Jahren können die Fachschüler bei uns nicht nur ihren Techniker, sondern auch das Fachabi machen“, erklärt Karl-Hans Porten, GuT-Berufsschullehrer und einer der Ansprechpartner für die neue Fachschule Holztechnik. Ferner verhandle man aktuell mit der Handwerkskammer (HWK) Trier darüber, wie die Kooperation einer gemeinsamen Ausbildung zwischen GuT und HWK mit den Abschlüssen Holztechniker und Meisterbrief gestaltet werden kann.

Mit dem Techniker-Abschluss würden dann einzelne Kursteile für den Meisterbrief bei der Handwerkskammer anerkannt werden. „Das würde den angehenden Technikern nicht nur Zeit, sondern auch jede Menge Geld sparen“, erklärt Porten. Denn es fallen an der Schule lediglich Kosten für Fachbücher und andere Lernmittel sowie für einen eigenen Laptop an.

Darüber hinaus hofft das Team der Fachschule für Holztechnik, verschiedene regionale Betriebe als Kooperationspartner gewinnen zu können, bei denen die Fachschüler Praktika absolvieren sollen. „Hiervon profitieren beide Seiten“, ist sich Berufsschullehrer Porten sicher.

Schulleiter Michael Müller ergänzt: „Unsere Fachschüler bekommen zur Theorie die nötige Praxis, und die Unternehmen finden auf diese Weise ihre Fachkräfte von morgen. Damit leistet unsere Schule einen wichtigen Beitrag, um Fachkräfte in der Region zu halten und den Standort Trier zu stärken, nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Digitalisierung auch im Tischlerhandwerk.“

Auch Rainer Adams, Vorsitzender des Bundesausschusses für Berufsbildung, sieht das zusätzliche Angebot der Weiterbildung zum Holztechniker als „große Chance für die Facharbeiterbindung der Region“ und verantwortet als Obermeister das Netzwerk der Innungsbetriebe für den praxisnahen Teil der Weiterbildung. Adams, selbst Firmeninhaber eines Schreinerei-Betriebes, ist überzeugt: „Das Berufsbild wird durch die zusätzliche Qualifikation zu Geselle und Meister vervollständigt. Wir freuen uns als Innung, die Schüler während ihrer Ausbildung durch Praktikumsplätze zu unterstützen. Gleichzeitig sind wir überzeugt, dass die höhere Qualifikation der Fachkräfte den Nachfragen eines immer anspruchsvolleren, technischeren Berufsalltags gerecht wird.“

Voraussetzung für den Besuch der Fachschule Holztechnik ist eine abgeschlossene, mindestens zweijährige Berufsausbildung mit einjähriger, einschlägiger Berufserfahrung oder ein Abschluss der Berufsschule mit fünfjähriger, einschlägiger Berufstätigkeit. Insgesamt stehen 26 Ausbildungsplätze zur Verfügung. Anmeldeschluss für alle ist der 1. März 2018.

Vormerken sollten sich die Fachschülerinnen und Fachschüler von morgen jedoch den 18. Januar kommenden Jahres. Dann veranstaltet das Team der neuen Fachschule für Holztechnik ab 18 Uhr in den Räumlichkeiten der BBS GuT (Langstraße 15) einen Informationsabend. Eine Anmeldung hierzu ist nicht erforderlich.