Denkmalschutz: Neue Initiative für die Alte Pfarrkirche in Igel

Denkmalschutz : Neue Initiative für die Alte Pfarrkirche in Igel

Ein Förderverein will das historisches Gotteshaus erhalten und sucht Mitstreiter. Morgen gibt es einen Infoabend.

Ein neuer Verein will sich für die alte Kirche in Igel einsetzen: Der Förderverein Alte Kirche Igel e.V. ruft seine Mitglieder und alle interessierten Bürger zu einer Informationsveranstaltung morgen, Dienstag, 21. August, um 19.30 Uhr im Gasthaus Löwen zusammen.

Nach einem kurzen Abriss der Geschichte der Alten Kirche wird der Verein seine Beweggründe für die Gründung erläutern und seine Ziele vorstellen.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung werden die zurückliegenden Baumaßnahmen an der Kirche und dringende Gebäudeschutzmaßnahmen stehen. Franz Boddenberg, ein Kenner und Kümmerer der Kirche, wird Arbeiten und Ereignisse der letzten Jahrzehnte ebenso wie anstehende Projekte anschaulich erläutern.

Die denkmalgeschützte Alte Pfarrkirche in Igel ist den Initiatoren des neuen Vereins zufolge neben der Igeler Säule und dem Gruthenhäuschen eines der kulturhistorisch wichtigsten Gebäude der kleinen Gemeinde. Regional wirke sie durch ihre exponierte Lage prägend auf das Gesamtbild des Moselabschnittes kurz vor der luxemburgischen Grenze.

Doch wie bei vielen anderen Kirchen ähnlichen Alters und ähnlicher Bauart schwinde das Interesse in der Bevölkerung, sich um diese religiösen Stätten zu kümmern – oft auch, weil modernere und größere Kirchen in der Nähe gebaut worden seien, um den in der Vergangenheit wachsenden Kirchengemeinden gerecht zu werden.

„Angesichts rückläufiger Einnahmen, bedingt durch den anhaltenden Schwund von Mitgliedern der Kirchen, fehlen den Bistümern nun die Ressourcen, sich der Sanierung bestehender Gotteshäuser gebührend anzunehmen“, heißt es in der Einladung zur Versammlung. Die geplanten Umstrukturierungen mit dem Trend zu großen Pfarreien, unter anderem auch eine Maßnahme zur Verbesserung der finanziellen Ressourcen des Bistums, könne in Zukunft zu Situationen führen, in denen sowohl unklare Besitzverhältnisse und Nutzungsrechte als auch administrative Hürden sich für die noch aktiven Kümmerer solcher Kirchen demotivierend auswirken könnten.

Der neue Förderverein Alte Kirche Igel will künftig die Aufgabe übernehmen, sich um das historische Gotteshaus zu kümmern, und so dazu beitragen, den nächsten Generationen eine wichtige Kulturstätte intakt zu übergeben, wie es weiter in der Einladung heißt.

Laut des – derzeit noch kommissarischen Vorsitzenden – Hans-Werner Weisskircher soll der Aufruf des Bistums: „Die Kirche bleibt im Dorf!“ nicht durch Parolen, sondern praktisch umgesetzt werden. Seine Einstellung: „Die Kirche gehört zum Dorf!“

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