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Bürger helfen Bürgern: Neue Initiativen in Trier-Land

Bürger helfen Bürgern : Neue Initiativen in Trier-Land

In Ralingen und Kasel haben sich Freiwillige organisiert, um gefährdete Menschen und Berufstätige bei alltäglichen Erledigungen zu unterstützen.

40 Menschen haben sich bei Christopher Schilz und Ralingens Bürgermeister Alfred Wirtz seit vergangenem Mittwochabend gemeldet und ihre Hilfe angeboten. Gemeinsam haben Schilz und Wirtz eine Nachbarschaftshilfe für die Großgemeinde Ralingen ins Leben gerufen. Sie wollen Menschen in den Ortsteilen Godendorf, Edingen, Ralingen, Wintersdorf, Kersch und Olk unterstützen, die vom Coronavirus besonders gefährdet sind.

Die Helfenden hätten angeboten, Lebensmittel oder Medikamente einkaufen zu gehen, sagt Christopher Schilz. „Aber der eine oder andere würde auch Kinder sitten, mit dem Hund rausgehen oder bei sonstigen Erledigungen helfen.“ Schilz ist stellvertretender Wehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr in Ralingen. Hauptberuflich arbeitet er normalerweise bei einer Handwerksfirma in Luxemburg. Da diese aber zurzeit geschlossen habe, habe er Zeit, um sich um die Nachbarschaftshilfe zu kümmern. „Das ist schon ein großer Verwaltungsaufwand“, sagt er. Bisher habe sich noch kein Hilfesuchender bei ihm gemeldet.

„Aber wir haben nun auch Flyer verteilt, damit auch ältere Menschen ohne Internet von der Aktion wissen und sich melden können.“ Wenn jemand Unterstützung braucht, vermittelt Schilz einen Kontakt zu einem der Helfer. „Dann können sich diejenigen selbstständig abstimmen.“

Auch in Kasel haben sich Freiwillige zusammengetan, um ein Hilfsnetzwerk auf die Beine zu stellen. „Hand in Hand für Kasel“ heißt die Initiative, mit der sich Menschen für gefährdete Mitbürger engagieren können. Die Initiative, die von der Ortsgemeinde Kasel und Bürgermeister Karl-Heinrich Ewald unterstützt wird, bietet älteren Menschen, Menschen mit Vorerkrankungen und Berufstätigen an, Einkäufe im Supermarkt, der Drogerie oder Apotheke zu übernehmen. Die Freiwilligen können aber auch beispielsweise Gelbe Säcke und Biomülltüten besorgen.

„Ursprünglich war das Projekt nur für Senioren gedacht“, erzählt Bürgermeister Ewald. „Aber wir haben uns gedacht, dass ja auch andere Menschen Hilfe brauchen. Wer zum Beispiel in Pflegeberufen arbeitet, braucht vielleicht eine Kinderbetreuung.“ Insgesamt 15 Helfer hätten sich zum Mitmachen bereiterklärt, sagt Ewald. „Aber bisher haben sich nur vereinzelt Menschen gemeldet, die Hilfe brauchen.“

Wer aus der Ortsgemeinde Ralingen Unterstützung benötigt oder selbst helfen will, kann sich telefonisch melden bei Bürgermeister Alfred Wirtz unter 06585/764 und Christopher Schilz unter 0151/40764856, oder per E-Mail an ralingen-nachbarschaftshilfe@mail.de

Alle Kaseler, die Hilfe brauchen, können sich melden bei Bürgermeister Karl-Heinrich Ewald unter Telefon 0651/57808.