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Neue Linienbündel im Kreis Trier-Saarburg: Kleinere Gebiete für weniger Busprobleme

Neue Linienbündel im Kreis Trier-Saarburg : Kleinere Gebiete für weniger Busprobleme

Beim Start einiger Linienbündel hat es im Kreis Ärger gegeben. Das soll sich im Hochwald und Ruwertal nicht wiederholen.

40 Linienbusse hat niemand einfach so auf dem Hof herumstehen. Wie viele das sind, wird deutlich, wenn man weiß, dass die Stadtwerke Trier nach eigener Angabe 90 Busse im Einsatz haben. Die 40 Busse werden gebraucht, um alle Fahrten im Linienbündel Ruwertal-Hochwald zu bewältigen, das am 1. September 2021 startet. Das Bündel umfasst Linien zwischen Trier, Hermeskeil, Zerf und Saarburg und gilt als eines der räumlich größten in der Region Trier. Bereits ab 1. Januar 2021 wird das Unternehmen Saargau Linie on Tour die 20 Strecken des Linienbündels Saargau bedienen, das vor allem die Räume Konz und Saarburg umfasst (der TV berichtete). Bereits aktiv sind die Linenbündel Römische Weinstraße, Südeifel und Trierer Land.

Der Kreisausschuss Trier-Saarburg hat in seiner jüngsten Sitzung nun eine Vorgehensweise abgesegnet, die so anfangs nicht geplant gewesen ist. Das Bündel Ruwertal-Hochwald ist in zwei Lose aufgeteilt. Das soll auch klein- und mittelständigen Firmen ermöglichen, sich an der Ausschreibung zu beteiligen. Was noch hinzukommt, sind die Erfahrungen aus den Anfangszeiten anderer Linienbündel. Da knirschte es teilweise erheblich im Gebälk.

Noch Monate nach dem Start neuer Linien wird teilweise an einzelnen Verbindungen geschraubt. In Abstimmung mit dem SPNV-Nord ist die Route der Linie 260 (Trier-Echternach) geändert worden. Und zwar auf Wunsch der Ortsgemeinden Ralingen, Minden und Mennigen. Das Ziel der Linie ist laut Sitzungsvorlage für den Ausschuss für den öffentlichen Personennahverkehr künftig Irrel. Irrel sei für diese Orte wichtiges Ziel für Einkäufe und Arztbesuche. Echternach und Luxemburg könnten über einen Umstieg in Irrel erreicht werden.

Die aufgrund des neuen Linienbündels verlängerte Fahrtzeit zwischen Trier und Ralingen ist inzwischen wieder bis zu acht Minuten kürzer und liegt nunmehr bei 37 oder 38 Minuten. Laut Kreisverwaltung waren es früher 34 Minuten.

Die Situation im Linienbündel Römische Weinstraße hat sich laut Kreisverwaltung deutlich entspannt. „Die Moselbahn ist in der Lage, die vertraglich vereinbarten Leistungen zu erbringen.“ Das war anfangs – bedingt vor allem durch einen Mangel an Busfahrern – nicht so. In den kommenden Monaten steht nun eine Schwachstellenanalyse an. Es geht dabei um eine Überprüfung der Fahrzeitprofile und die Anbindung von Longuich.

Egal, ob mit oder ohne Linienbündel. Den Busfahrgästen droht Ungemach, da die Gewerkschaft Verdi Streiks angekündigt hat. Dazu sagt die Kreisverwaltung Trier-Saarburg: „Sollte es zu den angekündigten Streiks kommen, ist mit erheblichen Fahrtausfällen zu rechnen. In der Vergangenheit waren im Landkreis Trier-Saarburg von den Arbeitskämpfen insbesondere Verkehre der Moselbahn (Linienbündel Römische Weinstraße) und der RMV (Raum Hermeskeil und Konz-Saarburg) betroffen.“ Und noch eines macht die Verwaltung klar: Ein Anspruch auf Übernahme von Taxikosten oder Ersatz für ausgefallene Arbeitszeit durch den Kreis als Schulwegkostenträger bestehe im Fall von Fahrtenausfällen in Folge eines Arbeitskampfes nicht.