Neue MRT-Geräte: Brüderkrankenhaus rüstet Radiologie auf

Medizintechnik : Brüderkrankenhaus rüstet Radiologie auf

Die neuen Magnetresonanztomographen bieten Vorteile – sowohl für Patienten als auch für Personal.

(red) Als Europäisches Referenz- und Anwendungszentrum von Philips nahm das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier mit dem Ingenia 3.0 T bereits vor acht Jahren den weltweit ersten volldigitalen Magnetresonanztomographen (MRT) in Betrieb. Nun gingen mit dem Philips Elition 3.0 Tesla und dem Philips Ingenia Ambition 1.5 Tesla zwei weitere volldigitale MRT an den Start. Im Rahmen einer Feierstunde wurden die neuen Geräte im Zentrum für Radiologie, Neuroradiologie, Sonographie und Nuklearmedizin eingesegnet.

Strahlendes Grün kennzeichnet die Wegeführung der Patienten zu den MRT-Untersuchungsräumen im Untergeschoss des Brüderkrankenhauses. Die umgebauten Räumlichkeiten beinhalten nun neben den neuen MRT auch weitere Verbesserungen für die Patienten und Mitarbeiter: eine neue Anmeldung, ein freundliches Wartezimmer, ein Arztzimmer für die Besprechung der Untersuchungsergebnisse, vier Umkleidekabinen, einen Raum für die Narkoseeinleitung bei speziellen Therapieverfahren und einen separaten Befundungsbereich für die Fachärzte. Die Arbeitsräume der MTRA (Medizinisch-technische Radiologie Assistenten) schmückt eine Glaskuppel für den Blick nach draußen.

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit den neuen MRT die Versorgung unserer Patienten noch weiter verbessern können“, sagt Hausoberer Markus Leineweber. Alle drei MRT-Geräte des Zentrums stehen nun sozusagen nebeneinander in einem großen Bedienraum. Dadurch werden nicht nur die Abläufe für das Personal erleichtert, die Belegung in Abhängigkeit von den Patientenbedürfnissen lässt sich auch flexibler gestalten, erklärt Professor Winfried Willinek, Chefarzt des Zentrums für Radiologie, Neuroradiologie, Sonographie und Nuklearmedizin.

Bei den volldigitalen MRT werden die empfangenen elektromagnetischen Signale direkt in den Spulen zu Zahlenwerten digitalisiert, als Datenstrom übertragen und dann in leistungsstarken Computern zu Bildern verarbeitet. Dadurch wird eine bessere Bildqualität im Vergleich zu herkömmlichen analogen Geräte erreicht.

Schnellere MR-Scans über alle Anatomien und anatomische Kontraste hinweg sowohl im 2D- als auch 3D-Bereich sowie eine vereinfachte Patientenvorbereitung ermöglichen kürzere Untersuchungszeiten. Beide MRT-Geräte verfügen über eine Audiovisionseinheit, sodass die Patienten während der Untersuchung Musik hören oder Filme anschauen können. Zudem unterstützt diese Einheit die MTRA bei der Ansprache der Patienten und gibt zum Beispiel die Zeit durch oder fordert zum Durchatmen auf. Dies ist auch in mehreren Sprachen möglich. Durch eine im MRT befindliche Kamera, das sogenannte Vital Eye, kann die Atmung der Patienten ohne Atemüberwachungsgurt kontrolliert werden. Zudem werden die erforderlichen Vitalparameter vom System abgefragt.

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