Neue Schwitzkultur für Trier

Neue Schwitzkultur für Trier

Um 1500 Quadratmeter hat sich das Bad an den Kaiserthermen vergrößert. Entstanden ist auf der ehemaligen Parkplatz-Fläche ein großer Saunabereich, der das Angebot des Hallenbads deutlich aufstockt. Damit ist Punkt zwei der Bad-Sanierung erledigt. Der Sauna-Betrieb läuft seit gestern.

Trier. Von den insgesamt rund 3,2 Millionen Euro für die Sanierung des Stadtbads investieren die Stadtwerke Trier (SWT) rund 1,9 Millionen in den Ausbau des Saunabereichs. Und der ist nach etwa sechs Monaten Bauzeit deutlich gewachsen. Denn neben der bloßen Erneuerung der Innensauna im neuen Hallenbad-Design (mit Föhnstraße, neugestalteten Ruhezonen und Duschräumen) führt ein Verbindungsgang in den Außenbereich, der als Saunagarten verschiedene Schwitzgelegenheiten bietet. Das sind unter anderem eine Keisari-Sauna (40 Sitzplätze, 90 Grad Celsius Temperatur, regelmäßige Aufgüsse) mit Tauchbecken, die Maa-Sauna/Erdsauna mit Kamin (zwölf Sitzplätze, 110 bis 120 Grad Celsius) und die Tuli-Sauna/Feuersauna (offenes Feuer in zentraler Feuerstelle, 20 Sitzplätze, 90 bis 100 Grad Celsius). Außerdem gibt es ein beheiztes Ruhehaus, ein Biotop, einen kleinen Wasserfall, einen beheizten Außenpool (40 Quadratmeter Wasserfläche, 24 Grad Celsius), der im Dunkeln mit unterschiedlichen Farben beleuchtet wird, einen Grillplatz und eine bewirtschaftete Kaminlounge mit eigener Küche, in der für die Saunagarten-Besucher kleine Gerichte zubereitet werden.

25 000 Besucher konnten die Stadtwerke bislang im alten Saunabereich pro Jahr verbuchen. Doppelt so viele erwartet Badleiter Werner Bonertz durch die neue Anlage: "Das ist realistisch, und ich bin überzeugt, dass wir das schaffen." Den Optimismus gründet er auf vorab durchgeführten Standortanalysen; Situationen ähnlicher Betriebe wie in Bitburg oder Merzig wurden unter anderem untersucht, das Besucherpotenzial abgeschätzt. "So etwas wie den Saunagarten hat Trier noch nicht. Wenn ein anderer Betreiber so etwas auf der grünen Wiese gebaut hätte, wäre es zu spät gewesen", begründet Bonertz den Neubau mit der Wettbewerbsfähigkeit des Bads an den Kaiserthermen.

Die Stadtwerke setzen auf Service. Zweieinhalb Mitarbeiter mehr kümmern sich zukünftig um die Saunagänger. Auch wenn effektiv 14 Parkplätze für den Saunagarten weichen mussten, stehen immer noch 120 Abstellflächen für Bad-Besucher zur Verfügung - das ermöglichte der Kauf eines benachbarten Grundstücks vor einigen Jahren.

Schritt drei der Runderneuerung der SWT-Schwimmhalle ist der Bau einer Riesenrutsche mit 75 Metern Länge. Diese wird am 14. November eingeweiht. "Damit liegen wir voll im Zeitplan", sagt Stadtwerke-Vorstand Olaf Hornfeck. Für den 19. November - bereits gestern, Dienstag, ist der normale Saunabetrieb wieder aufgenommen worden - wollen die Stadtwerke mit Partnern, Politikern und Sportvereinen den Start in die neue Ära des Bads an den Kaiserthermen feiern.

EXTRA Der Saunagarten hat montags von 13 bis 22 Uhr, dienstags bis samstags von 10 bis 22 Uhr sowie sonn- und feiertags von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Außerdem gibt es einen separaten Frauenbereich in der Innensauna, der ebenfalls täglich zu den genannten Öffnungszeiten besucht werden kann. Im Unterschied zur Schwimmhalle gibt es für den Saunagarten keine Familien- oder Jahreskarten sowie Ermäßigungen. Weitere Infos und Preise im Detail im Internet: www.stadtwerke-tirer.de (cofi)