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Neuer Band des Kurtrierischen Jahrbuchs für 2020 ist erschienen

Stadtgeschichte : Neuer Band des Kurtrierischen Jahrbuchs ist erschienen

(red) „Seit vielen Jahren gehört das Kurtrierische Jahrbuch zu den wichtigsten Organen der westdeutschen Landesgeschichte“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Trier. Mittlerweile ist die 60. Ausgabe der renommierten Zeitschrift erschienen.

Wie gewohnt, finden sich zahlreiche Beiträge zur Geschichte, Kultur und Kunst der Stadt und des ehemaligen Erzbistums Trier.

Den Beginn der 15 enthaltenen Beiträge in der Ausgabe 2020 macht Franz Irsigler mit einer Untersuchung zur Agrargeschichte der späten Antike und des frühen Mittelalters in Gallien. Désirée Welter beschäftigt sich mit der Vita
Yolandae, dem ältesten erhaltenen Text in luxemburgischer Sprache.

Einem weltweit nur einmal vorhandenen Fischkalender aus der Zeit um 1493 wendet sich Maria Backes zu. Der in der Schatzkammer ausgestellte Druck beschreibt 28 Fischarten und teilt mit, wann jeder Fisch am besten zu verzehren sei. Das Interesse von Wolfgang Hans Stein gilt der Munizipalität als napoleonische Form der Kommunalverwaltung in Trier unter der französischen Herrschaft 1798 bis 1800.

Paul Dräger liefert eine kommentierte Edition der Biografie von Philipp Spoo, Mitglied einer bedeutenden Trierer Gelehrtenfamilie. Feine Beobachtungen zum Trierer „Kladderadatsch“ steuert Manfred Wilhelmi bei.

Die bislang vielfach übersehene Zeitschrift nimmt auf satirisch-humorvolle Weise Trierer Stadtereignisse in den Blick. Als Quelle zur Kulturgeschichte der Stadt Trier um 1900 ist sie von hohem Wert.

Gunther Franz dokumentiert in seinem Beitrag für das Jahrbuch 80 Jahre Stadtbücherei Trier und beschreibt die Umstrukturierung des städtischen Bibliothekswesens dieser Zeit.

Ein überraschendes Kapitel Trierer Universitätsgeschichte arbeitet Stephan Laux auf: Dabei geht es um Pläne, bereits direkt nach dem Krieg eine Universität in der Stadt zu begründen. Der Verfasser hat diesem spannenden Kapitel der Trierer Bildungsgeschichte mittlerweile eine eigene Monografie gewidmet. Die Stadttrierische Chronik und ein Rezensionsteil mit Besprechungen zehn aktueller Neuerscheinungen runden den inhaltsreichen Band ab. Das Kurtrierische Jahrbuch ist in jeder Buchhandlung erhältlich.