1. Region
  2. Trier & Trierer Land

Neuer Baudezernent der Stadt Trier übernimmt Schulen und Sport

Neuer Baudezernent der Stadt Trier übernimmt Schulen und Sport

Im Trierer Rathaus werden die Aufgaben neu verteilt: Der neue Baudezernent Andreas Ludwig (CDU) – erst seit einer Woche im Amt – soll die Verantwortung für die Ressorts Schulen und Sport übernehmen. Bislang gehörten diese Themen zum Dezernat von Sozialdezernentin Angelika Birk.

Da die konzeptionelle Arbeit, wie Triers Schullandschaft künftig aussehen soll, allerdings so gut wie abgeschlossen sei und auch der über drei Jahre unter Birks Federführung erarbeitete Sportentwicklungsplan vor der Fertigstellung stehe, seien diese Themen nun künftig besser im Baudezernat aufgehoben, erklärte Triers neuer Oberbürgermeister Wolfram Leibe am Montagabend. Die Sanierung von Schulen und den maroden Sporthallen sei eine der großen Aufgaben, die in den nächsten Jahren anstehe.

Auch in Leibes eigenem Dezernat gibt es Änderungen: So übernimmt der Rathauschef von Dezernent Thomas Egger das Ressort Wirtschaftsförderung. Im Gegenzug gibt Leibe an Egger das Rechtsamt, den Stadtrechtsausschuss und die operative Verantwortung für Triers Städtepartnerschaften ab. Birk übernimmt im Gegenzug von Leibe die Verantwortung für das Thema Bildungsmanagement (Zusammenarbeit mit den Trierer Hochschulen, Projekt "Lernen vor Ort", Alphabetisierungskampagne, Schulstatistik usw.)

Grund für die Entlastung Birks vom arbeitsaufwendigen Amt für Schulen und Sport sei auch, dass andere Themen ihres Dezernats in den vergangenen Jahren und Monaten an Gewicht und Arbeitsaufwand zugenommen hätten. "Ich habe mich immer gefragt, wann ich mich jenseits einsturzgefährdeter Sporthallendächer konzeptionell um die Themen Flüchtlinge und Pflege kümmern soll", beschrieb Birk beim Pressegespräch ihre bisherige Arbeitsbelastung.

Triers neuer Baudezernent Andreas Ludwig sieht sich in der Lage, sein mit den Themen Umwelt, Planung und Bauen ohnehin schon volles Dezernat um das Schul- und Sportamt zu erweitern. "Ihm dieses Amt noch aufzusatteln ist nur möglich, weil Herr Ludwig 20 Jahre lang Erfahrung hat als Dezernent", sagte Oberbürgermeister Leibe.

Als Oberbürgermeister hat Leibe das Vorschlagsrecht für den Neuzuschnitt der Dezernate. "Aber die Neuzuschnitte sind ein gemeinsamer Änderungsvorschlag des gesamten Stadtvorstands", betonte Leibe beim Pressegespräch. Erarbeitet worden ist die Neuverteilung der Zuständigkeiten am zurückliegenden Wochenende, OB und die drei Dezernenten hatten sich dazu zur Klausurtagung nach Kell am See zurückgezogen. "Wir haben besprochen und auch fest vereinbart, wie wir unsere Aufgaben organisieren und wie wir in den nächsten Jahren zusammenarbeiten wollen", erklärte Leibe.

Manche Dinge seien "sehr kontrovers" diskutiert worden, insgesamt habe allerdings große Einigkeit geherrscht. Leibe und auch Dezernent Egger sprachen von einer neuen Qualität der Zusammenarbeit im Stadtvorstand. "Und auch ich habe mich nicht wie in einem Gruppenbild mit Dame gefühlt, sondern wir haben auf Augenhöhe diskutiert", ergänzte Birk - deren Zusammenarbeit mit Alt-OB Klaus Jensen in den vergangenen Jahren sehr belastet war.

Den Amtsleitern der Stadtverwaltung und den Fraktionsvorsitzenden hat der Stadtvorstand am Montagnachmittag die Umstrukturierungspläne vorgestellt. Die Fraktionssitzungen am frühen Abend nutzten die Dezernenten, um mit den Fraktionen den Vorschlag für die Neuzuschnitte der Dezernate zu diskutieren. Heute setzt sich der Steuerungsausschuss in seiner nicht-öffentlichen Sitzung mit dem Thema auseinander. Die Fraktionen können dann Änderungsvorschläge einbringen. Letztendlich entscheidet der Stadtrat. In dessen Sitzung am Dienstag, 19. Mai, sollen die neuen Dezernatszuschnitte beschlossen werden.