Neuer Glanz für altes Wahrzeichen

Trier-Kürenz · Der Ortsbeirat Trier-Kürenz hat sich in seiner zurückliegenden Sitzung hauptsächlich mit seinem Budget für 2012 beschäftigt. Das Geld will der Rat hauptsächlich für soziale Zwecke im Stadtteil ausgeben.

 Die Thiels-Burg in Trier-Kürenz thront über dem Avelertal. Ihr Schattendasein soll nach dem Willen des Ortsbeirats bald ein Ende haben. TV-Foto: Ludwig Hoff

Die Thiels-Burg in Trier-Kürenz thront über dem Avelertal. Ihr Schattendasein soll nach dem Willen des Ortsbeirats bald ein Ende haben. TV-Foto: Ludwig Hoff

Trier-Kürenz. 30 012 Euro stehen dem Ortsbeirat Trier-Kürenz laut Ortsvorsteher Bernd Michels (CDU) für das kommende Jahr zur Verfügung. Wie schon in den Vorjahren setzt der Rat das Geld schwerpunktmäßig für Projekte im sozialen Bereich ein. Das Budget wird folgendermaßen aufgeteilt:
Der Treffpunkt am Weidengraben als Hort und soziale Einrichtung bekommt 5750 Eur0 für eine neue Kücheneinrichtung. Das entspricht einem Zuschuss von 50 Prozent zu den Gesamtkosten.
Wegen Altersschwäche musste sich die integrative Kindertagesstätte der Lebenshilfe Trier in der Domänenstraße von ihrem Bauwagen trennen. Für einen Ersatz stellt der Rat einen Zuschuss von 4000 Euro in Aussicht.
Ein Zuschuss von 3000 Euro soll an die Kita St. Augustinus am Weidengraben fließen. Damit sollen Möbel für die Gruppenräume gekauft werden.
Die Kultivierung der Thiels-Burg mit Rundwanderweg im Bereich der Domäne Avelsbach liegt Ortsvorsteher Michels besonders am Herzen. Mehr und mehr in Vergessenheit sei das "Wahrzeichen von Kürenz" geraten, dessen Dornröschenschlaf es zu beenden gelte. Michels Idee: "Wein, Kultur und Natur - wohnortnah erleben und genießen": Unter diesem Motto könnte die in den Weinbergen stehende Burg wiederbelebt werden. Der Rat beschloss einstimmig, 4000 Euro für das Vorhaben auszugeben. Richard Haas (Bündnis 90/Die Grünen) wies allerdings auf die Gefahr von Vandalismus des etwas außerhalb liegenden Ausflugsziels hin.
Für Malerarbeiten im Pfarrsaal, der derzeit von der Pfarrgemeinde mit finanzieller Unterstützung des Rats saniert wird, will das Gremium weitere 1500 Euro zuschießen.

Kein großes Thema war die aktuelle Diskussion um den Bestand der Ortsbezirke (der TV berichtete). Vermutlich, weil Kürenz, so ein Ratsmitglied, als großer Bezirk nicht gefährdet sei. Ortsvorsteher Michels wies auf Bereiche hin, die bei einem sinnvollen Sparen mehr hergäben als die Ortsbezirke.
Ortsbeirat in Kürze Die Stadtverwaltung erhält vom Rat einen Prüfauftrag für die Ausweisung einer verkehrsberuhigten Zone im Avelertal ab der Einmündung Höhe Keuneweg in Richtung Domäne für den bebauten Bereich und für eine 30er-Zone für den Bereich ohne Bebauung. Das Geld für den Zaun am Feuerwehrgerätehaus und für die Sanierung der Ortseingangsschilder ist laut Michels eingetroffen.LHDie Thiels-Burg steht nordwestlich der Domäne Avelsbach und ist bereits von weitem zu sehen. Das aus Sandsteinquadern errichtete Bauwerk aus dem Jahr 1910 ist nach Professor Dr. Hugo Thiel (1838-1918), einem Förderer des Moselweinbaus aus dem Landwirtschaftsministerium in Berlin, benannt. Thiels Konterfei in Form einer bronzenen Porträtplatte blickt auf das Avelertal. Über dem Porträt wurde ein Sandsteinrelief mit dem preußischen Adler angebracht. LH

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