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Neuer Glanz für die Moselschifffahrt

Neuer Glanz für die Moselschifffahrt

Das neue und damit fünfte Fahrgastschiff MS Princesse Marie-Astrid ist an Ostern offiziell in Wasserbillig an die luxemburgische Mosel-Touristik übergeben worden. Der erste Eindruck bei einem Rundgang: Das neue Schiff ist schick, modern und mit viel Glas ausgestattet.

Wasserbillig. Welch ein prachtvolles Innenleben: Glitzernde Deckenlampen, glänzende Handläufe und ein Deckenspiegel, der die MS Princesse Marie-Astrid der fünften Generation optisch größer erscheinen lässt als seine Vorgängerin - bei fast identischen Maßen.

Viel Glas lässt die freie Sicht in den Innenraum des Schiffs zu, gleichzeitig sorgen große Fenster für den ungehinderten Durchblick ins Freie: Sehen und gesehen werden lautet offenbar das Motto. Keine Frage: Mit dem fünften Schiff, das die Entente Touristique de la Moselle Luxembourgeoise mit finanzieller Unterstützung des Tourismusministeriums bauen ließ, ist die Moselschifffahrt um eine Attraktion reicher geworden.

Viel Luxus und ein gutes Preis-Leistungsverhältnis



Wegen neuer Vorschriften zu Stabilitäts- und Brandschutzkriterien hatte sich die Entente dazu entschlossen, das zehn Jahre alte Vorgängerschiff nicht finanziell aufwendig umbauen zu lassen, sondern ein neues Schiff zu bauen. Damit solle auch dem Stammpublikum etwas Neues geboten werden, erläuterte der Kapitän, Jean Herrig. Noch am Abend vor der offiziellen Übergabe waren Handwerker an Bord mit den letzten Arbeiten beschäftigt. Jetzt blinkt alles, und das 17 Köpfe zählende Personal arbeitet mit Hochdruck an den Vorbereitungen für die nächste Fahrt. Die Nachfrage sei groß, so Herrig.

Neueste Technik und Sicherheitsvorkehrungen, ein Fahrstuhl, die Klimaanlage sowie ein geräusch- und vibrationsarmer Motor sind nur ein paar der komfortablen Angebote in dem rund sechs Millionen teuren Schiff. Sind sie für einen Durchschnitts-Moselaner noch bezahlbar? "Da kann man nichts sagen", lobt ein deutsches Ehepaar das Preis-Leistungsverhältnis nach einem Blick in die Speisekarte.

Selbst vor den Toiletten macht der Luxus nicht Halt. Zwar sorgt das Licht bei den Spiegeln nicht für einen faltenfreien Anblick, wie in einer luxemburgischen Zeitschrift angekündigt wurde. Dafür sind sogar die Toilettenkabinen mit Spiegeln ausgestattet - allerdings nur an der Wand und nicht an der Decke.

Am 10. April wird Prinzessin Marie-Astrid, Erzherzogin von Habsburg-Lothringen, vor geladenen Gästen um 15 Uhr das Schiff in Grevenmacher taufen. Zuschauer sind willkommen.