Neuer Glanz für ein Juwel

Endlich steht das Gerüst: Sichtbares Zeichen, dass etwas geschieht. Nachdem die vom Heiligkreuzer Hanspitt Weiler initiierte Spendenaktion etwa ein Jahr erfolgreich lief, wird nun die Heiligkreuzkapelle saniert. Abgeschlossen werden die Arbeiten zum Patrozinium der Kirche am Tag der Kreuzerhöhung am 14. September. Am Sonntag, 20. September, wird ein Festhochamt gefeiert.

 Pastor Georg Goeres, Bernhard Normann vom Pfarrverwaltungsrat und Spendenprojekt-Initiator Hanspitt Weiler (von links) freuen sich, dass die Sanierung der Heiligkreuzkapelle begonnen hat. TV-Foto: Cordula Fischer

Pastor Georg Goeres, Bernhard Normann vom Pfarrverwaltungsrat und Spendenprojekt-Initiator Hanspitt Weiler (von links) freuen sich, dass die Sanierung der Heiligkreuzkapelle begonnen hat. TV-Foto: Cordula Fischer

Trier-Heiligkreuz. Genau ein Jahr ist es her, dass Hanspitt Weiler ein Spendenprojekt zugunsten der Heiligkreuzkapelle initiiert hat. Und das Ergebnis übertrifft alle Erwartungen: "Vor einem Jahr wäre ich mit 10 000 Euro sehr zufrieden gewesen. Heute ist es doppelt so viel, und ich bin durchweg glücklich, dass die Heiligkreuzer und andere Menschen für das Herzstück des Stadtteils den Geldbeutel so großzügig geöffnet haben", sagt Hanspitt Weiler. Auch das Bistums leistet seinen Anteil zum Substanz erhalt des kleinen historischen Gotteshauses, und mit rund 20 000 Euro ist ein großer Grundstock für die nun angelaufenen Sanierungen gelegt. Dennoch sind die Heiligkreuzer weiter aufgefordert zu spenden, denn die Kosten für das gesamte Sanierungspaket betragen 35 000 Euro.

"Die Sanierung wäre in absehbarer Zeit nicht möglich gewesen, wenn Herr Weiler nicht die Initiative ergriffen hätte", sagt Pastor Georg Goeres. "Und von den Dimensionen waren wir überrascht." Es gab eine Ausstellung der fünf Künstler Lydia Oermann, Nadja Selting, Waltraud Jammers, Klaus Swoboda und Ulrich Perl mit Bildern von der Kapelle, beim Pfarrfest organisierte Weiler eine Auktion, zwei Benefiz-Konzerte fanden statt, Bastelarbeiten wurden zu Weihnachten und Ostern verkauft, es gab viele kleine Einzelspenden und größere wie etwa von der Kulturstiftung.

Was nun an der Kapelle passiert, ist die erste größere Sanierung seit 32 Jahren. Es wurden Feuchtigkeitsschäden am Turm und schadhafte Stellen am Schieferdach festgestellt, der Putz ist rissig oder bröckelt ab, die Farbfassung muss erneuert werden. "Ich hoffe, dass wir im Kernbereich danach eine Weile Ruhe haben werden", sagt Goeres. Vor zwei Jahren wurde der Innenanstrich erneuert, und vom Baumkreuz - Kostenpunkt rund 19 000 Euro - wurde von den Bildhauern Thomas Föhr und Renate Diederichs vor fünf Jahren eine neue Fassung aus Basalt-Lava gemeißelt. Und alles wurde durch Spenden finanziert. "Rund 70 000 Euro sind so in zehn Jahren investiert worden", sagt Pastor Goeres. "Und die Gemeinde lebt davon, dass die Menschen selbst aktiv werden." Heimat-Bewusstsein haben die Heiligkreuzer immer bewiesen, wenn es um das fast 1000 Jahre alte baugeschichtlich wertvolle Juwel des Stadtteils geht. Gefordert werden sie weiter sein, denn Kindergarten, Glockenturm und das Hauptdach des Kirchen-Neubaus bedürfen in den kommenden Jahren der Überarbeitung. Das Spendenprojekt von Hanspitt Weiler zum Erhalt der Heiligkreuzkapelle läuft weiter: Kontonummer 3000123055, Pax Bank, BLZ 37060193, Stichwort Heiligkreuzkapelle. Auch die Pfarrei hat ein Spendenkonto bei der Sparkasse Trier BLZ 58550130, Kontonummer 490169.

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