Neuer Markt mit 40 Mitarbeitern

Neuer Markt mit 40 Mitarbeitern

Der Ehranger Einzelhandel geht Änderungen entgegen. Neben der neuen B-422-Umgehung entsteht ein großräumiger Rewe-Markt. Ein Drogeriemarkt soll dazukommen. Vor dem Ortsbeirat Ehrang-Quint hat der künftige Rewe-Betreiber Rede und Antwort gestanden.

Ehrang-Quint. In ihren Grundlinien ist die künftige Rewe-Halle auf der Baustelle an der B 422 schon zu erkennen. Über die Feiertage hatten die Arbeiten dort geruht - in dieser Woche soll der Baubetrieb wieder aufgenommen werden.
In der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats Ehrang-Quint informierte der künftige Marktbetreiber, Wladimir Pojanow, über den Stand und die Planungen. Einzelhandelskaufmann Pojanow ist nach eigenen Angaben seit 2001 in der Lebensmittelbranche tätig und wird den neuen Markt als selbstständiger Unternehmer betreiben. Seine wichtigste Aussage: "Wenn alles glatt läuft, werden wir Ende Oktober oder Anfang November eröffnen können."
Die Gesamtfläche der Anlage beziffert er auf 2300 Quadratmeter, davon sind 1700 Quadratmeter reine Verkaufsfläche. Pojanow: "Das wird ein Markt nach modernstem Stand."
Angekündigt war auch ein Drogeriemarkt in unmittelbarer Nachbarschaft zu Rewe. Ob und wann der kommt, dazu kann Pojanow noch nichts sagen. Da gebe es wohl noch Gespräche mit DM-Markt und auch anderen. Auf jeden Fall werde an den Rewe-Markt eine Bäckerei angeschlossen, Vertragspartner sei die Bäckereikette Die Lohners aus Polch, die auch in Trier und in Schweich Niederlassungen betreibt.
Ein klares Nein folgte auf die Frage von Ortsvorsteher Thiébaut Puel, ob auch eine Galerie mit kleinen Läden vorgesehen sei. Dazu Berti Adams, seit vielen Jahren auch Mitglied des Trierer Stadtrats: "Kleinflächiger Einzelhandel ist dort von der Stadt ausdrücklich nicht gewünscht."
Für seinen Rewe-Markt hat Unternehmer Pojanow die Einstellung von rund 40 Mitarbeitern geplant, darunter sowohl Teilzeit- als auch Ganztagskräfte. Es lägen sogar schon Anfragen vor. "Diese wurden schon direkt auf der Baustelle gestellt. Leider gibt es aber noch derzeit noch keine Möglichkeit, Bewerbungen direkt einzureichen", sagt Pojanow.Meinung

Der Lückenschluss
Als der TV Ende der 90er-Jahre Ortsporträts über Ehrang und Biewer zeigte, klagten die Bewohner dort über die dünne Nahversorgung. Hinter dem Ortsausgangsschild von Trier-Pallien begann die Versorgungswüste. Eine Metzgerei bot sogar Waren des täglichen Bedarfs an, damit die Kunden nicht für jede Milchdose nach Trier fahren mussten. 20 Jahre später ist die Lücke geschlossen. Von Longuich über die Schweicher Brückenstraße, Schlimmfuhren und Ermesgraben zieht sich ein Band mit großflächigem Einzelhandel, der auch den benachbarten Trierer Stadtteilen zugute kommt. Der endgültige Lückenschluss zwischen Trierer City und Schweich folgt im Herbst mit dem Markt an der B 422. Eher rückläufig ist in Ehrang der kleine Einzelhandel. Leerstände auf der Kyllstraße weisen darauf hin. Fehlt der Bedarf? Oder hätte eine zusätzliche Ladenzeile an der B 422 diesen Bedarf als "Einkaufsplatz der kurzen Wege" erst geschaffen? trier@volksfreund.de

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