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Neuer Vorstoß: Ortsumgehung Kürenz soll früher kommen

Neuer Vorstoß: Ortsumgehung Kürenz soll früher kommen

Im Herbst 2010 soll die marode Zementbrücke über die Bahngleise in Trier-Kürenz abgerissen werden. Während die Chancen für eine Behelfsbrücke schlecht stehen, könnte die gewünschte Verbindung auch durch die seit Jahren geplante Ortsumgehung geschaffen werden.

Trier-Kürenz. (cus) "Kürenzer fühlen sich abgeschnitten", lautete eine TV-Schlagzeile am 3. Februar. Anlieger der Straßen Am Grüneberg, Riverisstraße und Gruberweg ärgern sich über die komplette Sperrung der Zementbrücke zur Metternichstraße. Eine statische Untersuchung am 28. Oktober hatte ergeben, dass das städtische Bauwerk nicht einmal mehr für Fußgänger und Radfahrer zugelassen werden darf. Es besteht unter anderem die Gefahr, dass Teile der großen Rundbögen herabstürzen und Passanten verletzen.

In einer aktuellen Anfrage an die Stadtverwaltung regt die FWG-Fraktionsvorsitzende Christiane Probst die Prüfung an, "ob der Oberbau der Brücke abgerissen werden kann, um auf den Widerlagern eine leichte Holz-/Stahlkonstruktion aufzulegen". Sofern machbar, wäre Radfahrern und Fußgängern damit geholfen.

Die Stadt will die Bahn in die Pflicht nehmen



Das Problem: Die Bahn würde sich zwar an den Kosten einer Behelfsbrücke beteiligen. Allerdings bliebe die Stadt dann auf den hohen Abrisskosten der alten Brücke sitzen. Und: Die Bahn würde dann wohl auch nichts zu einer komplett neuen, großen Brücke für Autofahrer und Fußgänger beitragen, wie sie im Zuge der Ortsumgehung Kürenz vorgesehen ist.

"Die Ortsumgehung wäre eine massive Entlastung für Trier-Nord und Kürenz. Die darin enthaltene Brücke würde außerdem die Straße Am Grüneberg wieder mit der Metternichstraße verbinden", sagt Bernd Michels (CDU), Ortsvorsteher von Kürenz. Ziel des Ortsbeirats ist, die bisher für das Jahr 2014 angepeilte Ortsumgehung vorzuziehen. Dazu bahnt sich nach TV-Informationen eine parteiübergreifende Initiative im Stadtrat an - mit Unterstützung der Verwaltung.