Neues altes Schmuckstück: Freistehender Kirchturm in Osburg strahlt wieder in Rot und Weiß

Neues altes Schmuckstück: Freistehender Kirchturm in Osburg strahlt wieder in Rot und Weiß

Der unter Denkmalschutz stehende Osburger Kirchturm ist restauriert worden. Der historische Rundbau ist das Wahrzeichen der Hochwaldgemeinde. Bistum, Kirchengemeinde, Ortsgemeinde, Vereine und Bürger haben das Projekt finanziert.

Osburg. Die Wintersonne und der blaue Himmel bringen dieser Tage den Kirchturm von St. Clemens Osburg besonders schön zur Geltung. Das unter Denkmalschutz stehende Wahrzeichen des Hochwaldortes ist saniert worden. Das neue Schieferdach mit dem sanierten Turmkreuz und dem neuen Hahn rundet die Optik der weiß gestrichenen Fassade perfekt ab.

Doch auch im Innern ist der im Jahr 1740 erstmals urkundlich erwähnte Turm der Pfarrkirche ein Schmuckstück geworden. Der Dachstuhl ist neu, ebenso die Stahltreppe. Der Glockenstuhl wurde grundsaniert, Schäden an Mauerwerk und Putz wurden ausgebessert, elektrische Leitungen verlegt.

Nur noch kleinere Restarbeiten seien zu erledigen, sagt Albert Bonert, stellvertretender Vorsitzender des Kirchengemeinderats. Die ursprünglich auf 156 000 Euro geschätzten Baukosten seien unterschritten worden. Bonert: "Das liegt auch daran, dass Osburger Firmen kostengünstig gearbeitet haben."Kosten: bis zu 140 000 Euro


Am Ende werde das Projekt voraussichtlich zwischen 135 000 und 140 000 Euro kosten, glaubt Bonert. Mit etwa 60 Prozent trägt das Bistum Trier den Löwenanteil der Kosten. Außerdem steuerten die Pfarrgemeinde und die Ortsgemeinde Mittel bei, daneben gab es zwei größere Spenden von der Jagdgenossenschaft Osburg und der Sparkasse sowie weitere Spenden von Vereinen und Privatpersonen.
Auch die Erlöse von Konzerten, einer Adventsfensteraktion und einem Musical der Grundschule flossen in die Sanierung des 23 Meter hohen Kirchturms der Hochwaldgemeinde , der früher vermutlich einmal als Wehrturm diente.Rat bewilligt Zuschuss

Foto: (h_tl )


Die Spitze war einst von Zinnen umgeben. Das Mauerwerk aus Schieferbruchsteinen ist 1,40 Meter dick, der Turm hat einen Durchmesser von 5,70 Meter. Das obere, von Gesimsen markierte Geschoss, ist etwa sieben Meter hoch und wurde 1825 aufgesetzt. Seit 1958, als die heutige Kirche unter dem damaligen Pfarrer Peter Jaeckel neu gebaut wurde, steht der Kirchenturm frei. Stünde der weiß gestrichene Rundbau an der See, könnte man ihn für einen Leuchtturm halten. 1998 wurde eine Kirchturmuhr angebracht, 2008 wurde das Bauwerk unter Denkmalschutz gestellt.

Dass sich der Kirchturm im Wappen der Gemeinde wiederfindet, unterstreicht die große Bedeutung, die er für Osburg hat. Dem hat auch der Gemeinderat Rechnung getragen, indem er einen Zuschuss von 30 000 Euro bewilligt hat. Laut Ortsbürgermeister Hubert Rommelfanger war dazu keine große Diskussion notwendig: "Auch wenn wir nicht Eigentümer des Turms sind, ist es für mich eine Selbstverständlichkeit, dass sich die Gemeinde für eine größere Sanierung ihres Wahrzeichens einbringt. Wir haben uns mit der Kirchengemeinde darauf verständigt, dass wir zu gleichen Teilen die Kosten übernehmen, die abzüglich des Bistumsanteils und der Spenden übrig bleiben."

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