Neues Bachbett

BIEWER. (red) Mit der "Umbettung" des Biewerbachs vor der Mündung in die Mosel sowie der Modernisierung des Abwasser-Pumpwerks in der Nachbarschaft beschäftigte sich der Werksausschuss Stadtentwässerung.

Baudezernent Peter Dietze und Udo Rumland, Leiter des Eigenbetriebs Stadtentwässerung, stellten die Projekte vor. Im Zuge der Moselkanalisation war der Bach begradigt und verlegt worden. Mitte der 90er Jahre rückte die Forderung nach einer Renaturierung des Gewässers in den Blickpunkt. Der Stadtrat bewilligte dafür rund 820 000 Euro. Kürzlich begannen die Erdarbeiten für das neue Bachbett, das nicht in allen Einzelheiten dem alten Verlauf entspricht. Ab November oder Dezember schlängelt sich der Bach wieder in zahlreichen Kurven durch die Auenlandschaft. Zu dem Projekt gehören drei Brücken. Bei den Erdarbeiten wurde sehr viel Müll gefunden, der ordnungsgemäß entsorgt wird. Bislang wurden mehr als 600 Tonnen gefunden, die sich in den vergangenen Jahrzehnten angesammelt hatten. Im Pumpwerk läuft Abwasser aus den westlichen Stadtteilen von Herresthal bis Biewer zusammen. Dort werden sie um sieben Meter nach oben angehoben und fließen ins Hauptklärwerk. Die 1962 errichtete Anlage wurde von August 2000 bis April 2001 für rund 330 000 Euro modernisiert.