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Neues Buch über alte Bräuche

Neues Buch über alte Bräuche

Zum Abschluss des Kulturhauptstadtjahres wurde in der Trierer Volkshochschule ein Buch vorgestellt, das die kulturelle Zusammengehörigkeit der Großregion unterstreicht. In "Alltag - Sonntag - Feiertag" berichten vier Autoren über "Sitten und Bräuche in SaarLorLux".

Trier. (mehi) "Das Autorenteam ist die Idealbesetzung", sagt Triers Kulturdezernent Ulrich Holkenbrink. Alle vier Autoren seien bekannte Volkskundler, die mit ihrem Werk einen Beitrag zum kulturellen Erbe der Großregion leisten. Das Buch erfasse und dokumentiere die Sitten und Bräuche für alle, die damit nicht mehr aufgewachsen seien. "Es ist ein Buch für die Jugend", ergänzt Herausgeberin Monika Sommer-Hasenstein.In fünf Kapiteln werden Brauchtümer aus Saar-Lor-Lux, also aus Lothringen, Luxemburg, dem Saarland und der Region Trier, vorgestellt. Unterschiede werden deutlich, aber auch Gemeinsamkeiten, die sich trotz der Trennung in verschiedene Nationalstaaten zum Teil bis heute erhalten haben. Oder die wieder entdeckt werden wie einige Feuertraditionen, die Dittmar Lauer aus Kell vorstellt. Doch die Ursprünge der Eifeler Burg- und Hüttenfeuer oder des Erbsenrads im Hochwald gingen auf uralte Traditionen zurück.Bräuche und Sagen über Lothringens Schutzpatron Nikolaus erzählt Marianne Haas-Heckel. Weihnachten im Saarland sei früher besonders festlich begangen worden, sagt Edith Braun. Rauschende Bälle zum Jahreswechsel wurden nicht überall gefeiert. Doch jedes Kind durfte in Luxemburg mit einem "Neujährchen" rechnen, wie die Herausgeberin im Auftrag von Autor Fernand Lorang berichtet.Das Buch Monika Sommer-Hasenstein (Hrsg.): Alltag - Sonntag - Feiertag, Sitten und Bräuche in Saar-Lor-Lux, aus der Reihe "Malstatter Beiträge aus Gesellschaft, Wissenschaft, Politik und Kultur", Gollenstein Verlag, 204 Seiten mit Illustrationen von Timo Pfeifer, 18 Euro. Auch auf Französisch erschienen. Die Herausgeberin Monika Sommer-Hasenstein ist ehemalige Sonderbeauftragte SaarLorLux der Friedrich-Ebert-Stiftung, Saarbrücken und Verwaltungsrätin im Institut der Großregion. Autoren sind Edith Braun aus dem Saarland, Marianne Haas-Heckel aus Lothringen, Dittmar Lauer aus Kell am See (Landkreis Trier-Saarburg) und Fernand Lorang aus Luxemburg. Die fünf Kapitel orientieren sich am Rhythmus des Jahreskalenders, vom Bretzelsonntag, der Hexennacht, dem Pfingstquack, der Kirmes, Erntedank, Weihnachten und Neujahr bis zur Fastnacht - ergänzt durch Familientraditionen wie Taufe, Hochzeit und Tod.