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Neues Format: Historiker Lutz Raphael hält am 5. Mai 2019 die erste "Trierer Rede"

Gesellschaft : Neue Reihe: An jedem 5. Mai eine „Trierer Rede“

Das Karl-Marx-Jahr ist vorbei, doch der Geburtstag des bekanntesten alle Trierer soll dauerhaft in Erinnerung bleiben: „Wir werden jedes Jahr am 5. Mai eine ,Trierer Rede’ veranstalten“, kündigt Kulturdezernent Thomas Schmitt an.

Den Auftakt beim neuen Veranstaltungsformat wird der Trierer Uni-Historiker Lutz Raphael machen. Der 63-jährige Professor spricht Sonntag, 5. Mai (201. Marx-Geburtstag), 11 Uhr, in der Promotionsaula des Bischöflichen Priesterseminars (Jesuitenstraße). Thema „Von der Revolution zur Routine? 100 Jahre Demokratie in Deutschland“. Eintritt frei. Künftige Reden können thematisch durchaus Marx-frei sein. Schmitt: „Es geht darum, kritische Denkanstöße für unsere Zeit zu geben, insofern knüpfen wir an den großen kritischen Denker Karl Marx an.“

Wer jeweils eine „Trierer Rede“ hält, soll im Vorfeld eine Jury entscheiden. In diesem Jahr bestand das Gremium aus Stadtmuseumsdirektorin Elisabeth Dühr. Stadtbibliotheksdirektor Michael Embach und Rudolf Fries, Leiter des Bildungszentrums Palais Walderdorff. Die Wahl sei einmütig auf Lutz Raphael gefallen. „Er ist ein renommierter Experte für Neuere und Neueste Geschichte und hat auch im Karl-Marx-Jahr in vielen Funktionen exzellente Arbeit geleistet“, so Elisabeth Dühr zu einer „in vielfacher Hinsicht naheliegenden Entscheidung“. Gleiches gilt für den Veranstaltungsort: In der Promotionsaula hat Marx 1835 sein Abiturzeugnis erhalten.