Neues Großprojekt in Trier - So könnte die neue Aulstraße aussehen

Stadtentwicklung : Neues Großprojekt in Trier - So könnte die neue Aulstraße aussehen (3-D-Grafiken)

Die Stadtverwaltung Trier hat die ersten Entwürfe für die Brücke und den wichtigen Kreisverkehr im Südosten der Stadt präsentiert. Vor 2028 wird das Großprojekt nicht realisiert.

Mit einer Informationsveranstaltung im Pfarrheim St. Matthias hat die Stadtverwaltung den Startschuss für den lange geforderten Ausbau der Aulstraße gegeben. Wesentliche Elemente für diese wichtige Straße im Südosten der Stadt sind die Erneuerung der Aulbrücke und ein Kreisverkehr im Bereich Mattheiser Weiher. „Das Projekt ist wichtiger Teil des Zehn-Jahres-Programms der Stadt für den Straßenbau in Trier“, verdeutlichte Baudezernent Andreas Ludwig. „2028 soll alles fertig sein. Ich glaube, dieses Datum können wir halten.“

Bei den Anwohnern aus den drei betroffenen Stadtteilen Trier-Süd, Feyen-Weismark und Heiligkreuz sorgte diese Aussage für einige Unruhe. Auch aus Mariahof waren Gäste gekommen, zumal die neue Aulstraße nicht nur wegen des erwarteten zusätzlichen Verkehrs aus dem Neubaugebiet Castelnau/Feyen große Bedeutung hat. Auch für das geplante Baugebiet Brubacher Hof ist die Beseitigung der Engstelle Aulbrücke eine wichtige und von der Stadt zugesagte Maßnahme. „Für die Entwicklung Brubach benötigen wir zehn bis 15 Jahre“, argumentierte Baudezernent Ludwig. „Wenn wir wirklich mehr Verkehr von dort haben, wird die Aulstraße fertig sein.“ Nach der Entwicklung beider Baugebiete, so die Prognosen, rechnet die Verwaltung in der Aulstraße mit 14 700 Fahrzeugen täglich, das sind etwa 40 Prozent mehr Verkehr im Vergleich zu 2016.

Die neue Brücke in der Aulstraße ist deutlich breiter als das aktuelle Provisorium. Die Parkplatzfläche nördlich wird vermutlich nicht realisiert. Foto: V-KON media

Der Entwurf Dank einer variabel ansteuerbaren Entwurfsgrafik des auf 3-D-Visualisierungen spezialisierten Planungsbüros V-KON media waren an diesem Abend sehr realitätsnahe Eindrücke möglich, wie sich der etwa 800 Meter lange Straßenbereich zwischen der Konrad-Adenauer-Brücke und den Mattheiser Weihern und die Arnulfstraße einmal präsentieren könnten. Es sei kein Plan, sondern ein erster Entwurf, versicherten die Vertreter der Verwaltung. Ludwig: „50 Prozent der Verkehrsfläche sind für Fußgänger und Radfahrer vorgesehen.“

Neben der 6,50 Meter breiten Fahrbahn sind auf beiden Seiten 1,85 Meter breite Fahrradstreifen sowie Gehwege geplant. Um den dafür notwendigen Raum zu bekommen, müssen die Kleingartenanlage verkleinert und die derzeitig nicht befestigte Fläche gegenüber von St. Matthias genutzt werden. Der Kreisverkehr soll im Bereich des derzeitigen Privatparkplatzes gegenüber der Pizzeria entstehen. Umfassende Erdarbeiten sind auch deshalb notwendig, weil die etwas nach Norden verschobene neue und breitere Brücke höher über die Bahngleise geführt werden muss als das derzeitige Dauerprovisorium. Angaben zu den Kosten und zu Anliegerbeiträgen gibt es derzeit noch nicht. Auf der als Hauptverkehrsstraße eingestuften Verkehrstrasse soll Tempo 50 erlaubt sein.

Die Diskussion Vor allem die Planungen für den Radverkehr und die Querungshilfen für Fußgänger waren Gegenstand vieler Wortmeldungen im Pfarrsaal von St. Matthias. Unterschiedlich bewertet wurde dabei vor allem, ob der Radverkehr ohne Abgrenzung im Kreisel mitfließen soll. Stellungnahmen zum Entwurf sind bis 28. Juni bei der Stadtverwaltung (BauBürgerBüro) möglich.

Foto: V-KON media
Foto: V-KON media
Foto: V-KON.media / Stadt Trier/V-KON.media

Das Verfahren Das Bebauungsplanverfahren hat mit der Bürger­information begonnen. Der ausgearbeitete Planungsentwurf soll Anfang 2020 fertig sein. Dazu müssen noch diverse Fachgutachten, unter anderem zum Schallschutz, eingeholt werden. Wenn dann der Baubeschluss vom Stadtrat getroffen wird, müssen die konkreten Kosten ermittelt sein, der Förderantrag beim Land muss gestellt werden und die Ausschreibungen erfolgen. Von 2023 bis Anfang 2025 sind umfassende Grabungen des Landesmuseums und Vorarbeiten der Stadtwerke geplant. Falls der Straßen- und Brückenbau 2025 startet, soll drei Jahre später alles fertig sein.

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